Die Deutschen haben Angst vor Lohndumping. Die Einführung eines Mindestlohns bzw. branchenspezifischer Tarife auch für EU-Ausländer wird diskutiert. Doch Tarife schützen nicht unbedingt vor geringen Einkommen. Ein Melker in Bayern zum Beispiel verdient tariflich im Jahr 2005 nur 5,70 € pro Stunde.Bild 1 von 20 In Deutschland liegen im vergangenen Jahr (2004) die Stundenlöhne von mehr als 130 Tarifverträgen unter sechs Euro. In Hessen zum Beispiel verdienen Erntehelferinnen und -helfer für schwere Tätigkeiten tariflich 5,29 € pro Stunde.Bild 2 von 20 Auch für Hilfsarbeiter im Weinbau liegen die Stundenlöhne oftmals unter sechs Euro; in Rheinland-Pfalz verdienen Hilfsarbeiter für leichtere Tätigkeiten tariflich 4,75 € pro Stunde.Bild 3 von 20 Der tarifliche Stundenlohn für Stallhelferinnen und Stallhelfer in Schleswig-Holstein beläuft sich auf 4,83 €.Bild 4 von 20 Für Angestellte mit einfacher Verkaufstätigkeit im Blumen- und Gartenbau in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegt die tarifliche Bezahlung bei 5,79 € pro Stunde.Bild 5 von 20 Im Betonsteingewerbe in Mecklenburg-Vorpommern werden Angestellten mit einfachen, mechanischen Tätigkeiten im 3. bis 6. Berufsjahr 5,23 € pro Stunde gezahlt.Bild 6 von 20 Technische Angestellte mit einschlägiger Berufsausbildung, die im Elektrohandwerk beschäftigt sind, verdienen in Sachsen per Tarif 5,64 € pro Stunde.Bild 7 von 20 Auch im Schuhmacherhandwerk sind die tarifvertraglichen Löhne und Gehälter sehr niedrig. Ein Schuhmacher bis zum Ende des zweiten Gesellenjahres verdient in Ostdeutschland 5,70 € pro Stunde.Bild 8 von 20 In Berlin-West liegt der Tariflohn für ungelernte Jugendliche (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres) bei 3,99 € pro Stunde.Bild 9 von 20 Ebenfalls niedrige Bezahlungen im Bäckerei-Gewerbe: Eine Verkäuferin ohne Ausbildung im ersten Jahr der Anstellung bekommt in Ost-Berlin einen Stundenlohn von 5,04 €.Bild 10 von 20 Das Fleischerhandwerk, das zurzeit in den Medien durch unterbezahlte polnische Arbeiter in der Kritik steht, zahlt auch tariflich nicht viel. Hilfskräfte im Fleischerhandwerk verdienen zum Beispiel in Sachsen-Anhalt 4,99 € pro Stunde.Bild 11 von 20 In Brandenburg beläuft sich der Tariflohn für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geringen fachlichen Kenntnissen im Hotel- und Gaststättengewerbe auf 5,69 € pro Stunde.Bild 12 von 20 Niedrige Tarife im Hotel- und Gaststättengewerbe gibt es jedoch nicht nur in Ostdeutschland. In Nordrhein-Westfalen liegt der Stundenlohn für Angestellte mit einfachen Tätigkeiten wie z.B. Toilettenputzen bei 5,03 € pro Stunde.Bild 13 von 20 Niedrige Tarifllöhne bzw. -gehälter gibt es nicht nur für Hilfsarbeiter oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Berufausbildung. Ein angestellter Friseur-Meister, Salonleiter oder Filialleiter mit bis zu 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verdient in Sachsen 5,56 € pro Stunde.Bild 14 von 20 Sein Geselle (nach bestandener Prüfung) in Sachsen-Anhalt bekommt 3,81 € pro Stunde.Bild 15 von 20 Auf 4,22 € pro Stunde beläuft sich der tarifliche Stundenlohn einer Kosmetikerin im ersten Jahr nach der Berufsausbildung in Berlin.Bild 16 von 20 Angestellte in Architektur-, Ingenieur- und Planungsbüros (ohne Berufsausbildung vor dem 18. Lebensjahr) verdienen deutschlandweit 5,25 € pro Stunde.Bild 17 von 20 Bei 4,09 € liegt der Stundenlohn für Angestellte ohne Berufsausbildung im Gebäudereinigerhandwerk (Sachsen).Bild 18 von 20 Niedrige Tarifverträge auch für die Wach- und Sicherheitsdienstmitarbeiter: In Sachsen-Anhalt z.B. verdienen Sicherheitsmitarbeiter im Objektschutzdienst 4,17 € pro Stunde.Bild 19 von 20 Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen zahlen Haushaltshilfen ohne berufliche Kenntnisse tariflich 5,65 € pro Stunde in ihrem ersten Berufsjahr.Bild 20 von 20