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Politik

"Tag des Sieges" 2005: Parade in Moskau

 
Die Russen und Russinnen feiern den 60. Jahrestag des Sieges im "Großen Vaterländischen Krieg". Sie feiern alle, obwohl ...

Die Russen und Russinnen feiern den 60. Jahrestag des Sieges im "Großen Vaterländischen Krieg". Sie feiern alle, obwohl ...

... die wenigsten Teilnehmer der Parade den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben.

Die kyrillischen Schriftzeichen für "Sieg" finden sich fast überall.

Auch Stalin, der Staatschef von 1945, wird in Russland zum Jahrestag wieder populär.

Der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche Alexej II. leistet den seelsorgerischen Beistand.

Putins Omon-Spezialeinheit sorgt für die Sicherheit in Moskau.

Ein junger letttischer Nationalist wird daran gehindert vor der lettischen Botschaft in Moskau bis zu ...

... Präsidentin Vaira Vike-Freiberga vorzustoßen. Die Politikerin hatte von Putin eine Entschuldigung für die Besetzung des Baltikums durch die Sowjet-Armee gefordert.

Der russische Präsident Putin sagte in seiner Festrede, die Lehre aus dem Krieg sei es, eine Weltordnung der Sicherheit und Gerechtigkeit zu schaffen.

Die Sicherheit stand schon vor der großen Parade im Vordergrund. Wladimir Putin erklärt dem etwas hilflosen US-Präsidenten George W. Bush die Funktionsweise seines Wolga von 1956.

Immerhin, dieser Ausflug in unbekannte technische Gefilde verlief unfallfrei.

Auch die Frauen nehmen sich gegenseitig in Obhut. Sicherheit für alle - in Moskau am "Tag des Sieges" das Wichtigste.

Trotzdem ist der US-Präsident bei den folgenden Sicherheitshinweisen dann nicht mehr ganz so aufmerksam.

Wladmir Putin hält seinen Schirm lachend in die richtige Richtung, aber anstatt die Demonstration des russischen Kollgen zu verfolgen, ...

... überhastet der US-Präsident unter den Augen des Ehepaars Putin ...

... ungestüm den ...

.... eigenen Beschirmungsvorgang und ruiniert den teuren Regenschutz. So kommt es, wenn nicht die Nachdenklichen, sondern die ...

... Überstürzten vorangehen. Einen Krieg gewinnt man so jedenfalls nicht, aber ...

... das haben schließlich schon die Veteranen von heute vor 60 Jahren erledigt.

Bush erklärte jedenfalls direkt nach seiner Ankunft in Moskau, er freue sich riesig auf die Parade.

Putin sah fröhlicher aus, als Bush versuchte, mit eisernem Artillerie-Griff seine Brust zu beschirmen.

Aber mit dem russischen Wetter hatte nicht nur der gelernte texanische Cowboy zu kämpfen, auch die Mähne von Kanzlergattin Doris wurde auf dem Schröder-Köpf vom Winde verweht.

Die Russen wissen seit mehr als 60 Jahren, auf die Ausrüstung kommt es an. Dann bleibt die Frisur auch gut behütet und beschirmt. Nicht zuletzt daran scheiterte ...

... schließlich schon der Russland-Feldzug der Wehrmacht. Die Soldaten der Nazis - im Bild Mitglieder eines historischen Moskauer Militärvereins in Verkleidung - hatte Gewehre, die im extremen russischen Wetter zu häufig den Dienst versagten.

Von der Erfahrung der Alten können die Jungen nur profitieren - ein Weltkriegs-Veteran mit einem ehemaligen Afghanistan-Kämpfer.

Die Orden- und Ehrenzeichen werden in Russland noch immer gern getragen.

Die alten Kriegshelden sind hoch angesehen. Zu Sowjetzeiten mussten den dekorierten Veteranen sogar in öffentlichen Verkehrsmitteln Plätze freigemacht werden.

Für viele alte Kriegshelden ist der "Tag des Sieges" aber auch ein Tag der Trauer um die gefallenen Kameraden und um getötete Familienmitglieder. (Bilder: dpa und AP)

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