Benedikt XVI. hat Geschichte geschrieben: Als erstes katholisches Kirchenoberhaupt betrat der 82-Jährige den von Muslimen als Heiligtum verehrten Felsendom in der Altstadt von Jerusalem.Bild 1 von 22 Der Pontifex zog - wie bei muslimischen Gläubigen üblich - vorher seine Schuhe aus.Bild 2 von 22 Anschließend betete Benedikt an der Klagemauer, der wichtigsten religiösen Stätte der Juden.Bild 3 von 22 Der Tradition gemäß steckte er einen Zettel mit Wünschen in die Wand und verharrte lange in stillem Gebet.Bild 4 von 22 Der Zettel des Papstes enthält ein Gebet um Frieden "im Heiligen Land, im Nahen Osten und in der ganzen Familie der Menschheit".Bild 5 von 22 Er schließt sein Gebet mit einem Zitat aus den Klageliedern des Jeremias: "Der Herr ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und der Seele, die nach ihm fragt."Bild 6 von 22 Der achteckige Felsendom mit seiner vergoldeten Kuppel wurde im siebten Jahrhundert unter dem Kalifen Abd al-Malik erbaut.Bild 7 von 22 Das Meisterwerk der islamischen Baukunst markiert die Stelle, wo der biblischen Überlieferung nach Abraham bereit war, seinen Sohn Isaak zu opfern.Bild 8 von 22 Nach islamischer Überlieferung ist von diesem Felsen der Prophet Mohammed auf dem Pferd "Burak" (Blitz) in den Himmel geritten. Muslime erkennen auf dem Felsen noch den Hufabdruck.Bild 9 von 22 Jerusalem ist für Muslime nach den saudi-arabischen Städten Mekka und Medina der drittheiligste Ort. Der Felsendom steht auf dem Tempelberg, der von Muslimen Haram al-Scharif (edles Heiligtum) genannt wird. (Archivbild)Bild 10 von 22 Zweites Heiligtum ist dort die Al-Aksa-Moschee, deren bleigraue Kuppel im Kontrast zum gold-leuchtenden Felsendom steht. (Archivbild)Bild 11 von 22 Die Moschee ist die größte in Jerusalem und bietet im Innenraum 5000 Gläubigen Platz. Die ältesten Teile der Al-Aksa-Moschee stammen aus dem frühen 8. Jahrhundert. (Archivbild)Bild 12 von 22 Israelische Archäologen vermuten, dass die Moschee auf den Überresten des zweiten biblischen Tempels, des zentralen Heiligtums des Judentums um die Zeitenwende, errichtet wurde. Juden dürfen auf dem Tempelberg nicht beten und israelische Archäologen dürfen nicht graben. (Archivbild)Bild 13 von 22 Der Tempelberg war mehrmals Auslöser blutiger Zusammenstöße. Nach dem Besuch des damaligen israelischen Oppositionsführers Scharon im September 2000, der von Palästinensern als Provokation empfunden wurde, begann die zweite Intifada.Bild 14 von 22 Bethlehem war die nächste Station der Nahost-Reise von Papst Benedikt XVI. Die Stadt liegt im Westjordanland und gehört zu den Autonomiegebieten der Palästinenser.Bild 15 von 22 Für die weltweit 2,1 Milliarden Christen ist Bethlehem von besonderer Bedeutung: Der Überlieferung nach gilt die Stadt als der Geburtsort Jesus Christus.Bild 16 von 22 Papst Benedikt XVI. wurde in Bethlehem von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas begrüßt.Bild 17 von 22 Bei seiner Ankunft wurde Benedikt mit militärischen Ehren empfangen. Es ist sein erster Besuch in den Palästinensergebieten als Oberhaupt der katholischen Kirche.Bild 18 von 22 Auf dem Weg zur Geburtskirche winkte das Kirchenoberhaupt seinen Anhängern aus dem Papamobil zu.Bild 19 von 22 Insgesamt kamen tausende gläubige Christen nach Bethlehem, um die Messe des Papstes zu hören.Bild 20 von 22 Den Palästinensern sicherte Benedikt XVI. Unterstützung bei ihrer Forderung nach einem souveränen Staat zu. Als Zeichen der Hoffnung hatte ein Mann vatikanische und palästinensische Fahnen an einem Zaun befestigt.Bild 21 von 22 Benedikt XVI. betete für ein Ende der Blockade des Gazastreifens und versicherte der Bevölkerung seine Solidarität. Israel hatte rund hundert Bewohnern des Gazastreifens eine Genehmigung zur Einreise ins Westjordanland erteilt. (Bilder: dpa / AP / rts)Bild 22 von 22