Deutschland hat 2007 erstmals seit fast zwei Jahrzehnten einen ausgeglichenen Haushalt erzielt.Bild 1 von 39 Endlich decken die laufenden Einnahmen aus Steuern und anderen Einnahmequellen wieder die Ausgaben. Doch zu früh gefreut.Bild 2 von 39 Der Schuldenberg wächst trotzdem weiter. Die historische Marke von 1.500.000.000.000 Euro (1,5 Billionen Euro) hat die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler in Berlin bereits am 5. Mai 2006 gegen 04.35 Uhr überschritten.Bild 3 von 39 Und die Finanzlöcher wachsen weiter. Ende 2007 verbuchten die Länder Gesamtschulden von 490 Milliarden Euro, etwa zehn Milliarden mehr als im Vorjahr. Beim Bund kletterten die Schulden auf 922 Milliarden Euro.Bild 4 von 39 Nur wenige Länder haben begonnen, ihre Altlasten abzubauen.Bild 5 von 39 Hut ab! Bayern erfreut sich schon seit 2006 eines ausgeglichenen Haushalts und hat mit dem Abzahlen der 22,7 Mrd. Euro Altschulden begonnen. 984,5 Mio. Euro fließen 2008 allein in die Zinstilgung.Bild 6 von 39 Dabei beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung in Bayern nur 1821 Euro. Dafür muss München den ärmeren Bundesländern unter die Arme greifen.Bild 7 von 39 2,55 Mio. Euro gibt München 2008 für den Länderfinanzausgleich - nur Hessen zahlt mehr. Da spielt es sich gleich leichtfüßiger - und Bremen darf vor Neid erblassen.Bild 8 von 39 Auf Bremens Bürgern lasten durchschnittlich 21.751 Euro Schulden pro Kopf. Die Altschulden des Stadtstaats liegen bei 14,4 Mrd. Euro, 2007 lag der Schuldendienst für Zinsen bei 605,7 Mio. Euro.Bild 9 von 39 Bremen erhält 416 Mio. Euro Länderfinanzausgleich. Dennoch ist an der Weser kein ausgeglichener Haushalt in Sicht. Das Land klagt in Karlsruhe und fordert finanzielle Unterstützung vom Bund.Bild 10 von 39 Auch weiter südwestlich fordert man bundesdeutsche Solidarität. 8795 Euro lasten durchschnittlich auf den Schultern der Saarländer, 2007 erreichten die Altschulden 9,1 Mrd. Euro.Bild 11 von 39 Der Schuldendienst lag bei 1,39 Mrd. Euro. Die 130 Mio. Euro aus dem Länderfinanzausgleich können die tiefhängenden Wolken über Saarbrücken nicht vertreiben.Bild 12 von 39 Eine unerfreuliche Finanzlage herrscht auch in Kiel: Die 22,03 Mrd. Euro Altschulden lassen sich nicht einfach verscheuchen, auch nicht mit 146,6 Mio. Euro aus dem Länderfinanzausgleich. Schleswig-Holstein hofft für 2010 auf einen ausgeglichenen Haushalt.Bild 13 von 39 Besser steht es um die Hauptstadt: Dank einer Zuwendung von 2,7 Mrd. Euro aus dem Umverteilungstopf der Länder und einem harten Sparkurs, hat das mit rund 60 Mrd. Euro hoch verschuldete Berlin 2007 erstmals einen Haushaltsüberschuss erzielt und Schulden getilgt.Bild 14 von 39 Ein steiniger Weg: Die Pro-Kopf-Verschuldung in der Hauptstadt liegt bei 17.700 Euro, allein die Zinszahlungen verschlangen im vergangenen Jahr 2,47 Mrd. Euro.Bild 15 von 39 Auch Mecklenburg-Vorpommern hat seit 2006 einen ausgeglichenen Haushalt. Noch liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei 6316 Euro.Bild 16 von 39 Doch das Land an der Ostsee rückt seinen Altschulden zu Leibe. Die lagen 2007 bei 10,65 Mrd. Euro und kosteten das Land 460 Mio. Euro an Zinstilgungen.Bild 17 von 39 Der Nebel lichtet sich. Aus dem Länderfinanzausgleich erhält Mecklenburg-Vorpommern 458 Mio. Euro.Bild 18 von 39 Auch die Anstrengungen der Landesregierung in Dresden treiben Blüten. 2006 hat Sachsen einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt und wie Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Hamburg und Bayern begonnen, seine rund 12 Mrd. Euro Altschulden zu tilgen.Bild 19 von 39 Auf die Bevölkerung umgerechnet lagen die Schulden 2007 bei 2849 Euro pro Kopf, Zinszahlungen fraßen 521 Mio. Euro. Der goldene Reiter, August der Starke, wird die Zügel noch einige Zeit anziehen müssen.Bild 20 von 39 Dabei geht es den umliegenden Bundesländern deutlich schlechter. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Thüringen lag 2007 bei 6870 Euro, die Zinslast für 15,8 Mrd. Euro Altschulden veranschlagte Erfurt mit 740 Mio. Euro.Bild 21 von 39 Brandenburg hat 18,004 Mrd. Euro Altlasten angehäuft, das sind 7083 Euro pro Brandenburger. Die Schulden fraßen im letzten Jahr 794,8 Mio. Euro für Zinsen.Bild 22 von 39 Bis 2010 soll der Haushalt ausgeglichen sein. Immerhin erhält Brandenburg 670,8 Mio. Euro aus dem Länder-Umverteilungstopf.Bild 23 von 39 Auch in Magdeburg sorgt seit 2007 ein ausgeglichener Haushalt für Auftrieb. Das Land erhielt 644 Mio. Euro Finanzausgleich.Bild 24 von 39 Sachsen-Anhalts Schulden beliefen sich 2007 auf 19,8 Mrd. Euro. Für Zinszahlungen wurden 908 Mio. Euro aufgewendet. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag bei 8165 Euro.Bild 25 von 39 Wann Rheinland-Pfalz einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen wird, steht noch nicht fest. 1,1 Mrd. Euro zahlte das Land allein 2007 zur Tilgung der Zinsen für einen 25,7 Mrd. Euro schweren Schuldenberg. Beck erhält 381 Mio. Euro aus dem Topf des Länderfinanzausgleichs.Bild 26 von 39 Auch Nordrhein-Westfalen macht weiter Schulden und weiß nicht, wie lange noch. 117,1 Mrd. Euro Altschulden entsprechen einer Pro-Kopf-Verschuldung von 6502 Euro. Im letzten Jahr zahlte Düsseldorf Zinstilgungen in Höhe von 4,86 Mrd. Euro.Bild 27 von 39 Gleichzeitig flossen aus Düsseldorf jedoch auch 100,7 Mio. Euro in den Länderfinanzausgleich. Während Niedersachsen 299 Mio. Euro erhielt.Bild 28 von 39 Die Pro-Kopf-Verschuldung in Ministerpräsident Wulffs Einflussgebiet liegt bei 6191 Euro. Niedersachsen hat 49,5 Mrd. Euro Altschulden und will bis 2010 einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren.Bild 29 von 39 Hamburg zahlt dagegen in den Ausgleichstopf, nämlich 400 Millionen Euro im letzten Jahr. Die Altschulden des Stadtstaates belaufen sich auf 21,8 Mrd. Euro, der Haushalt ist seit 2007 ausgeglichen.Bild 30 von 39 Umgerechnet auf den Durchschnitt der Bevölkerung sind das 12.422 Euro pro Hamburger. Doch die Aussichten sind rosiger: Auch Hamburg hat mit der Schuldentilgung begonnen.Bild 31 von 39 Baden-Württemberg kämpft trotz der brummenden Industrie in Sindelfingen gegen 41,71 Mrd. Euro Altschulden, das sind 3881 Euro pro Baden-Württemberger. 2007 zahlte das Land allein Zinsen in Höhe von 1,93 Mrd. Euro.Bild 32 von 39 In Erwartung eines ausgeglichenen Landeshaushalts 2008 lässt sich Ministerpräsident Günther Oettinger jedoch nicht die Feierlaune verderben.Bild 33 von 39 Außerdem steuert Stuttgart noch 2,14 Mrd. Euro zum Länderfinanzausgleich bei. Baden-Württemberg ist damit das drittgrößte Geberland, nach Bayern ...Bild 34 von 39 ... und Hessen. Aus Wiesbaden flossen im letzten Jahr 3,165 Mrd. Euro in die Ausgleichskasse. Dabei ist die Haushaltslage weniger glänzend.Bild 35 von 39 Hessens 30 Mrd. Euro Altschulden entsprechen einer Pro-Kopf-Verschuldung von fast 5000 Euro.Bild 36 von 39 1,3 Mrd. Euro zahlte das Land, in dem Deutschlands Finanzmetropole Frankfurt am Main liegt, allein 2007, um Zinsen zu tilgen. Ein ausgeglichener Haushalt wird erst für 2011 erwartet.Bild 37 von 39 Nicht zuletzt verspricht auch der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück einen ausgeglichenen Haushalt für 2011. Allein 38,7 Mrd. Euro musste die Bundesregierung 2007 für die Zinstilgung aufwenden.Bild 38 von 39 Ein Hoffnungsschimmer am Horizont? (Alle Bilder: dpa)Bild 39 von 39