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Milliardär Richard Branson hat in der kalifornischen Mojave-Wüste am 8. Dezember 2009 sein futuristisch anmutendes Raumschiff präsentiert, mit dem er bald betuchte Amateur-Astronauten ins All bringen will.
Testflüge mit dem "SpaceShipTwo" von Virgin Galactic sind für kommendes Jahr geplant, der erste kommerzielle Flug soll 2012 starten. An Bord haben zwei Piloten und sechs Passagiere Platz; Tickets kosten rund 135.000 Euro.
Im Vergleich zu anderen Weltraumreisen, die Millionen kosten, geradezu ein Schnäppchen.
Den Jungfernflug mit Passagieren will Branson in etwa 18 Monaten starten lassen - erste Fluggäste wollen dann er und seine Familie und der US-Designer des Raumschiffs, Burt Rutan, sein.
Branson, dessen Imperium sich auf der Langspielplatte "Tubular Bells" von Mike Oldfield entwickelt hat, investiert zwischen 250 und 400 Millionen Dollar in sein Raumschiff-Abenteuer.
Das neue Raumfahrzeug besteht aus zwei Teilen - der Raumkapsel "SpaceShipTwo" und dem Trägerflugzeug "WhiteKnightTwo". "WhiteKnight" soll die Kapsel auf rund 18.300 Meter Höhe bringen, wo sie ausgeklinkt und per eingebautem Raketenantrieb mit rund 3200 Kilometern pro Stunde ins All befördert werden soll.
Branson sagte, er habe lange davon geträumt, Reisen in den Weltraum anbieten zu können: "Ich glaube, ich bin auf die Idee gekommen, als ich mir vor vielen Jahren die Mondlandung anschaute."
Er wisse, dass es "wirklich tausende Menschen gibt, die liebend gern einmal ins All fliegen und die Möglichkeit haben würden, aus dem Fenster zu schauen und die wunderschöne Erde zu bestaunen - mit Virgin Galactic machen wir das möglich."
Die Fluggäste könnten in der Schwerelosigkeit ihre Sitze verlassen und in dem Raumschiff "herumschweben und zu Astronauten werden", versprach Branson. Aus Bullaugen heraus könnten die Weltraum-Touristen dann auf die Erde blicken, bevor die Kapsel die Rückreise zur Erde antrete.
Sie werde "wie ein gigantischer Federball" herabschweben. Durch das Schweben solle die Hitzeentwicklung beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre minimiert werden.
Plätze an Bord des "SpaceShipTwo" sind offenbar schon jetzt heiß begehrt, obwohl es noch nicht einmal einen fixen Abflugtermin für den ersten kommerziellen Flug gibt.
Auf der Warteliste stehen Virgin Galactic zufolge mehr als 300 potenzielle Hobby-Astronauten, darunter beispielsweise die aus der Serie "Dallas" bekannte Schauspielerin Victoria Principal und der Naturwissenschaftler James Lovelock.
Tickets für das "SpaceShipTwo" sollen nur einen Bruchteil dessen kosten, was für einen Flug in einem Raumschiff der US-Weltraumbehörde NASA oder der Russen fällig würde.
Die Anzahlung, die an Bransons Firma geht, beträgt 20.000 Dollar.
Die Besitzerin eines US-Reisebüros, das Ticket für das "SpaceShipTwo" verkaufen darf, sagte, das zurzeit günstigste Angebot nach Virgin Galactic seien 45 Millionen Dollar für einen Flug in einem russischen Raumschiff. Der dauert dann allerdings auch erheblich länger.
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