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"New York ist die Hauptstadt der Welt“, sagt der ehemalige Bürgermeister der Stadt, Rudolph Giuliani. Sie ist eine Stadt von Einwanderern, Menschen, die ihr Glück in der "Neuen Welt“ suchen wollten und wollen. Millionen Menschen kamen bisher mit Schiffen über den Atlantik und das erste, was sie sahen, ist der stolz nach oben in den Himmel gereckte Arm der Freiheitsstatue auf Liberty Island. Gleich dahinter …
… türmt sich ein Wald aus Gebäuden auf, die an den Wolken zu kratzen scheinen und die die Skyline der Stadt so unverwechselbar und einzigartig machen. Das erste spektakuläre Hochhaus der Stadt, das Flatiron Building, steht im spitzen Winkel zwischen Fifth Avenue und Broadway. 1902 fertiggestellt, misst es 95 Meter in der Höhe. Der Bau war erst nach der Erfindung des Fahrstuhls Mitte des 19. Jahrhunderts möglich.
1913 entstand das Woolworth Building am Broadway. Es war mit einer Höhe von 241 Metern bis 1930 das höchste Gebäude der Welt.
Danach ging dieser Titel an das Chrysler Building mit stolzen 319 Metern und seinem markanten Chrom-Adler. Das Chrysler-Building steht für eine neue Ära im Wolkenkratzer-Bau: Art deco hielt Einzug. Der Baustil löste sich von den europäischen Vorbildern. Und gleichzeitig begann ein Wettstreit der Konzerne, wessen eigener "Skyscraper“ der höchste ist. Der Wolkenkratzer wurde zum Ausdruck der ökonomischen Potenz.
General Motors war deshalb das Chrysler Building ein Dorn im Auge. Und so wurde, nach nur 13 Monaten Bauzeit, 1931 das Empire State Building eingeweiht. Bis heute ist es wegen der Höhe von 381 Metern ein gern eingesetztes Wahrzeichen in so manchem Hollywood-Film.
Bis 1973 war das Empire State Building das höchste Gebäude der Welt. Dann musste es den Titel an das World Trade Center abgeben: 411 Meter hoch.
Ebenfalls sehr markant ragt das Citicorp Center aus der Skyline New Yorks heraus. 1977 eingeweiht, misst das Gebäude mit seiner Dreiecksspitze 279 Meter.
202 Meter ist der Trump Tower an der Fifth Avenue, Ecke 56th Street, hoch. Er wurde auf Initiative von Donald Trump als Wohn- und Bürogebäude 1983 gebaut. Seine Außenfassade schimmert in einem Bronzeton.
Der Nelson Tower in Midtown misst zwar "nur“ etwas mehr als 170 Meter in der Höhe. Dafür wurde er bereits 1931 fertiggestellt.
In den 1930er Jahren begonnen und in den 1940ern fertig gestellt, gilt das Rockefeller Center mit seinen 19 Gebäuden, Grünflächen, Brunnen und Skulpturen als US-amerikanische Antwort auf die "faschistische und kommunistische Monumentalarchitektur“ der damaligen Zeit, Die Skulptur des Atlas, der die ganze Welt auf seinen Schultern trägt, ist das passende Symbol.
Zum Rockefeller Center gehört auch die Radio City Music Hall. Heute eines der beliebtesten Touristenziele der Stadt, war es in den 1930er Jahren das größte Filmtheater der Welt. Knapp 6000 Menschen fanden dort Platz.
New York umfasst fünf Stadtbezirke. Die beiden bekanntesten, Brooklyn und Manhattan, verbindet die Manhattan Bridge. "Wenn man erst einmal in Manhattan ist, muss man keine Brücken mehr überqueren“, sagt die deutsche Künstlerin Elisabeth Ernst treffend.
Die Stadtbezirke sind wiederum aus Stadteilen aufgebaut. "South of Houston Street“ (SoHo) liegt in Manhattan und wurde auf Moorgelände um 1785 angelegt. Bekannt wurde es in den 1960er Jahren als Künstlerviertel. Noch …
… heute gilt SoHo, vor allem wegen des Broadway, als kulturelles Zentrum der Stadt. Allein am Broadway befinden sich rund 40 größere Theater und Musicals.
Was dem Kulturinteressierten der Broadway, ist für den Naturliebhaber der Central Park, die grüne Lunge der Stadt. Rund vier Kilometer lang, fast einen Kilometer breit, wird er jährlich von rund 25 Millionen Menschen besucht. Wie viele es in seiner nun bereits fast 140-jährigen Geschichte waren, bleibt ungewiss.
Genauso unklar bleibt, wie viele Menschen das Grand Central Terminal bisher genutzt habe. Mit seinen 44 Gleisen ist der 1913 eingeweihte Bahnhof bis heute der größte der Welt.
"New York ist eine vertikale Stadt“, hat der Architekt Le Corbusier über sie gesagt. Für den deutschen Fotografen Horst Hamann wurde dieser Satz die Leitidee zu …
… "New York Vertical“. Fünf Jahre streifte er durch New York auf der Suche nach Objekten, die die vertikale Sichtweise New Yorks verdeutlichen. Mehrere tausend Bilder hat er aufgenommen. 66 haben es in den beim Verlag Edition Panorama erschienenen Bildband geschafft, der sich über die Jahre bereits mehr als 150.000 Mal verkauft hat. Ein Bestseller - wie New York. (Bilder: alle aus "New York Vertikal; Text: Thomas Badtke, mit Zitaten aus dem Vorwort)
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