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Die Wüste bebt: Rage feiert die Postapokalypse

 
Die Wüste bebt: Rage feiert die Postapokalypse

Endlich steht der langersehnte Ego-Shooter Rage in den Regalen. Entwickler id Software entführt die Spieler darin in eine nicht ganz so ferne Zukunft, ...

... in der sich der Meteorit Apophis im Jahr 2029 der Erde bedrohlich nähert.

In der Realität soll er unseren Planeten um 30.000 Kilometer knapp verfehlen.

In Rage schlägt Apophis ein. Mit verheerenden Folgen.

Die Welt von Rage ist eine verwüstete Einöde.

Von den Städten sind nur noch Trümmer übrig, aber einige Menschen haben die Katastrophe überlebt.

Sie hausen verbarrikadiert über oder unter der Erde, wobei einige Siedlungen stark an futuristische Westernstädte erinnern.

So werden Spieler bei jedem Abstecher in die Amtsstube des Bürgermeisters von Wellspring von grässlichem Country-Gedudel empfangen.

Viel Spaß haben die Bewohner der gesicherten Siedlungen nicht, ...

... aber sie haben sich bisher recht gut gehalten.

Was man von den Banditen ...

... und vor allem von den Mutanten nicht behaupten kann.

Beide Gruppen sind für die Menschen in den Siedlungen eine ständige Bedrohung.

Und ein Trip in die Umgebung (Ödland) ist auch mit guter Bewaffnung lebensgefährlich.

In dieser kaputten Welt landen wir 100 Jahre nach dem Einschlag.

Durch einen Zufall gehörten wir zu den Auserwählten, die die Apokalypse tief im Erdinneren im Kälteschlaf überstehen sollten.

Dafür wurden wir von Wissenschaftlern mit Nanotriten vollgepumpt.

Kaum erblicken wir das Licht der Ödnis, ...

... schickt uns dieser Kerl gleich wieder zurück ins Koma.

Ein Typ namens Dan Hagar rettet uns, ...

... erklärt, wie in der Gegenwart der Hase läuft und gibt uns unseren ersten Auftrag.

Wir sollen losziehen und das Nest des Ghoast-Clans ausräuchern.

Damit wir wenigstens eine kleine Überlebenschance haben, überlässt Dan uns eine Pistole, Munition und Verbandszeug (sehr wichtig!).

Bevor wir uns auf ins Ödland machen, statten wir dieser bezaubernden Dame einen Besuch ab. Sie lehrt uns, den Wingstick richtig zu werfen.

Ein Wingstick ist ein absolut tödlicher Boomerang. Er gehört zu den Schnell-Zugriff-Waffen, ohne die man sich in kein Rage-Abenteuer stürzen darf.

Wer im Ödland zu Fuß geht, ist tot. Deshalb gibt Dan uns auch unser erstes Fahrzeug, einen Jetter.

Den Weg ins Ghost-Lager weist uns die Mini-Karte oben rechts.

Am Lager der Banditen angekommen, beschleicht uns das Gefühl, mit der Pistole etwas unterbewaffnet zu sein.

Alles klar?

Nur gut, dass die Ghosts zwar richtig fies, aber nur leicht bewaffnet und gar nicht gepanzert sind.

Das ändert sich im Laufe des Spiels, wenn die Haupt- und Nebenaufträge immer schwieriger werden.

Dafür können wir unsere Knarre später mit durchschlagender Munition ausstatten ...

... und bekommen für unser hart verdientes Geld immer bessere Waffen, ...

... von denen einige für unsere Gegner ...

... sehr überzeugend sind.

Weil wir uns gut schlagen, fahren wir auch immer bessere Autos.

Ersatzteile müssen wir uns aber erst hart erkämpfen.

Außerdem kann man seine Ausrüstung verbessern, indem man sich nützliche Gegenstände vom Türschloss-Knacker bis zur Kampfspinne mit gefundenen und gekauften Gegenständen selbst bastelt.

Hagars verschlafenes Kaff ist nur der erste Ort, den wir im Laufe des Spiels kennenlernen.

Schon bald schickt uns Dan nach Wellspring. Dort erwarten uns viele neue skurrile Typen, Aufgaben ...

... und heiße Autorennen, in denen wir Scheine fürs Tuning unserer Fahrzeuge gewinnen können.

Ein gut gepanzerter und bewaffneter fahrbarer Untersatz ist im Ödland unverzichtbar.

Rage verbindet die einzelnen Abschnitte durch actiongeladene Trips auf sehr unterhaltsame Weise. Weil man unterwegs zu einem Ziel frei ist, Abstecher zu machen, hat man dabei das Gefühl, in einer offenen Spielwelt zu sein.

Dem Ghost-Clan begegnen wir zwar wieder, aber zusammen mit neuen Orten und Aufgaben laufen uns auch neue Gegner vor die Flinte.

Die Wasted, ...

... die Jackals, ...

... die Shrouded

... und die Gearheads.

Außerdem rücken uns auch immer wieder die ekligen Mutanten auf die immer besser gepanzerte Pelle.

Einige Gegner sind richtig schwer bewaffnet ...

... und wie es sich für einen guten Ego-Shooter gehört, wartet auch regelmäßig ein Boss-Gegner auf uns.

Und dann gibt's da noch die Regierungstruppen, die ein Regime vertreten, das die Siedler unterdrückt und offenbar auch hinter der Mutanten-Plage steckt ...

Rage sieht klasse aus ...

... und bietet sowohl unglaubliche Weite ...

... als auch klaustrophobische Enge.

Atmosphärisch ist das Spiel ganz weit vorne.

Auch wenn man mal etwas durchhängt, hat man immer einen Riesenspaß an dem Spiel.

Die Steuerung ist extrem flüssig und exakt.

Die KI-Gegner sind zwar etwas berechenbar, bewegen sich aber fantastisch.

Figuren, ...

... Umgebung ...

... und Aufgaben sind sehr abwechslungsreich.

Für unterhaltsame Atempausen, in denen man Geld gewinnen oder verlieren kann, hat id Software auch noch Minispiele eingebaut.

Die Auftraggeber sind äußerst unterhaltsam und wirklich wunderbar animiert.

Die Synchronsprecher machen einen guten Job ...

... und die Story ist für einen Ego-Shooter durchaus okay - auch wenn noch mehr drin gewesen wäre.

Der Mehrspieler-Modus bietet weitere abwechslungsreiche Missionen.

Road Rage beispielsweise ist ein Riesenspaß, in dem bis zu vier Spieler in einer abgedrehten Rennserie jede Menge Schrott produzieren können.

Kurzum: Rage ist ein klasse Ego-Shooter, der die Genre-Grenzen um zahlreiche Rollenspiel-Elemente ausweitet.

Und an solchen Bildern kann man sich gar nicht sattsehen.

Rage gibt es für PC, Xbox 360 und PS3. Das Spiel kostet zwischen 40 und 65 Euro.

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