"Seh' ich etwa aus wie ein Cowboy?": 80 Jahre Popeye
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Er hat tonnenweise Spinat verschlungen, sich wüste Keilereien mit den Halunken dieser Welt geliefert und geduldig die Launen seines Herzblatts Olivia ertragen.Bild 1 von 20 Nun feiert Popeye, der Spinatmatrose, seinen 80. Geburtstag.Bild 2 von 20 Mit jedem Atemzug stößt er einen Fluch aus, die Pfeife balanciert er dabei stets im Mundwinkel. Gerade seine kratzbürstige Herzlichkeit hat Popeye zum Publikumsliebling gemacht, ...Bild 3 von 20 ... noch heute sind seine Abenteuer in den Comicbeilagen der Tageszeitungen in den USA zu finden.Bild 4 von 20 Seinen ersten Auftritt absolvierte Popeye am 17. Januar 1929 in einem Zeitungscomic des US-Zeichners Elzie Crisler Segar.Bild 5 von 20 Im Matrosenanzug steht Popeye am Kai, der Reeder fragt ihn: "He du da! Bist du'n Seemann?" Popeye blafft zurück: "Seh ich etwa aus wie'n Cowboy?" Popeye bekommt dennoch einen Job auf dem Schiff, das Abenteuer kann beginnen.Bild 6 von 20 Fortan war der einfältige, aber herzensgute Seemann immer zur Stelle, wenn es rund um den Globus Abenteuer zu bestehen galt. In den ersten Folgen fehlte dabei freilich noch jenes Blattgemüse, das später zu seinem Markenzeichen wurde.Bild 7 von 20 Erst 1932 begann Popeye, sich durch exzessiven Konsum von Spinat übermenschliche Kräfte anzueignen. Auf wundersame Weise jagt ihm das Grünzeug Bärenkräfte in die tätowierten Oberarme.Bild 8 von 20 Die moderne Wissenschaft hat den Mythos von der muskelfördernden Wirkung des Spinats längst als Seemannsgarn enttarnt.Bild 9 von 20 Auch wirkt es inzwischen ein bisschen archaisch, dass Popeye seinen Appetit in Zeiten des Tiefkühlspinats immer noch aus Spinat-Dosen wie vor 80 Jahren stillt.Bild 10 von 20 Doch wurde Popeye mit seinem Spinat-Trick zum Vorläufer der übermenschlichen Superhelden, die inzwischen die Comic-Szene beherrschen.Bild 11 von 20 Die acht Jahrzehnte seines Daseins haben Popeyes Bild ein wenig unscharf werden lassen.Bild 12 von 20 Sein Schöpfer Segar starb bereits 1938, danach führten mehrere Zeichner - im Bild Myron Waldman - sein Werk weiter und ließen Popeye in zum Teil widersprüchliche Rollen schlüpfen.Bild 13 von 20 Mal klärt er mit detektivischem Spürsinn die Entführung seiner Freundin Olivia auf, mal konstruiert er die tollsten Wundermaschinen, mal sorgt er sich auf internationalen Konferenzen um den Weltfrieden.Bild 14 von 20 Von seinem Ursprung als Einfaltspinsel auf dem Hafenkai hat sich Popeye bisweilen weit entfernt. Die Popeye-Vielfalt wird in nächster Zeit eher noch zunehmen.Bild 15 von 20 Der Grund: In Europa lief zu Jahresbeginn der Urheberschutz für die Figur aus, ausgerechnet zum runden Geburtstag kann nun jeder neue Popeye-Comics zeichnen, Popeye-Spielzeug herstellen oder Popeye-T-Shirts verkaufen, der das will.Bild 16 von 20 Nach EU-Recht erlischt nämlich 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers - im Fall von Popeye also des Zeichners Segar - der Urheberschutz. In den USA ist Popeye noch bis 2024 rechtlich geschützt.Bild 17 von 20 Etwa 1,7 Milliarden Euro werden derzeit nach Angaben der Londoner "Times" pro Jahr weltweit mit Popeye-Produkten umgesetzt. Der knurrige Seemann ist eine der erfolgreichsten Comic-Figuren aller Zeiten und wird es wahrscheinlich noch eine Weile bleiben.Bild 18 von 20 Wer den alten Popeye kennen lernen oder wiederentdecken möchte, dem sei dieses Buch aus dem Mareverlag empfohlen, dem wir die Abbildungen verdanken.Bild 19 von 20 Popeye spricht darin eine ganz eigene Mundart, die dem amerikanischen Vorbild jedoch absolut gerecht wird.Bild 20 von 20
"Seh' ich etwa aus wie ein Cowboy?"80 Jahre Popeye