
| DI | -6° / 1° |
| MI | -0° / 5° |
Der sonst eher coole Fatih Akin war regelrecht gerührt. "Ich hab euch alle lieb", sagte er, nachdem er den Deutschen Filmpreis in Gold gewonnen hatte.
Sein Episodendrama "Auf der anderen Seite" bekam insgesamt vier "Lolas": als bester Film, für die beste Regie, für das beste Drehbuch und für den besten Schnitt.
Akin hat mittlerweile Übung in Dankesreden: "Auf der anderen Seite" hat bereits zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem den Preis für das beste Drehbuch der Internationalen Filmfestspiele von Cannes.
Für Akin war es die zweite "Lola" - 2004 hatte er für seinen Film "Gegen die Wand" den Deutschen Filmpreis in Gold erhalten. "Nicht für Preise machen wir Filme, sondern fürs Leben", sagte Akin.
Der Film "Auf der anderen Seite" erzählt in verwobenen Geschichten die Erlebnisse von Deutschen in der Türkei und von Türken in Deutschland, es geht um Liebe, Tod und Trauer.
Doris Dörrie, die im Berlinale-Wettbewerb leer ausgegangen war, wurde beim Filmpreis drei Mal gewürdigt. Für ihren Film "Kirschblüten - Hanami" erhielt sie den Filmpreis in Silber. Wirklich glücklich wirkte sie darüber nicht.
Elmar Wepper bekam für seine Rolle in Dörries melancholischer Produktion eine "Lola" als bester Hauptdarsteller.
Das Publikum feierte Wepper mit starkem Applaus, was den Schauspieler fast schon verlegen machte. "Ich bin richtig ergriffen", sagte er. Es sei keine Selbstverständlichkeit gewesen, dass Dörrie ihm diese Rolle gegeben habe.
Beste Hauptdarstellerin wurde Nina Hoss für ihren Auftritt in "Yella" von Christian Petzold. Während die Ehrungen für Hoss und Wepper nicht überraschend kamen, ...
... war der Preis für Christine Schorn durchaus eine Überraschung. Schorn, die wegen einer Premiere in Zürich nicht nach Berlin kommen konnte, bekam eine "Lola" für ihre Rolle in "Frei nach Plan" ...
.... und setzte sich dabei gegen die ebenfalls nominierten Hanna Schygulla ("Auf der anderen Seite") ...
... und Hannelore Elsner ("Kirschblüten - Hanami") durch.
Der beste Nebendarsteller, Nachwuchsstar Frederick Lau ("Die Welle"), war so aufgewühlt, dass er nur noch stammeln konnte.
Bester Dokumentarfilm wurde "Prinzessinnenbad", in dem Regisseurin Bettina Blümner drei Mädchen aus Kreuzberg porträtiert.
Einen Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt Regisseur Alexander Kluge, den die Auszeichnung sichtlich anrührte.
Ein unerwarteter Gast auf dem roten Teppich war Til Schweiger. Er sei nicht beleidigt, dass "Keinohrhasen" nicht beim Filmpreis dabei ist, beteuerte der Regisseur und Schauspieler erneut; etwaige Berichte nannte er "Bullshit".
Schweiger genoss es sichtlich, als ihm Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) zu dem Millionenerfolg im Kino gratulierte.
An der festlichen Gala im Palais am Funkturm nahmen zahlreiche prominente Gäste teil, darunter Starmodel Eva Padberg, ...
... die Schauspielerin Jenny Elvers-Elbertzhagen, ...
... Anna Thalbach und Daniel Brühl, ...
... Marius Müller-Westernhagen und Claus Theo Gärtner, ...
... Sven Martinek und Oliver Korittke, die sich bei der After-Show-Party glänzend amüsierten, ...
... Katja Riemann, ...
... Jessica Schwarz ...
... und die charmante Katharina Wackernagel - die es offenbar ein wenig eilig hatte.
Die Preisträger wurden von den rund 1000 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie in geheimer Wahl bestimmt. Durch den Abend führte erstmals Barbara Schöneberger, ...
... die in wechselnden Kostümen erschien und sich an einigen Gags versuchte. Es sei für sie ein Ausgleich für die Moderation der NDR-Talkshow, meinte sie zu Beginn der Show.
"Ich kann nicht mein Leben lang älteren Männern mit Abitur zuhören", sagte Schöneberger, bevor sie im Palais im Funkturm im knappen Glitzerkleid ein Ständchen sang.
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.