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Unterhaltung

Gesichter einer Millionenerbin: Ich, Paris Hilton

 
Hi, my name is Paris Hilton, ...

Hi, my name is Paris Hilton, ...

... und Sie fragen sich sicher, was ich den ganzen Tag so treibe. Vor allem, weil ich jetzt im Guiness-Buch der Rekorde stehe. Als "am meisten überbewertete Persönlichkeit der Welt"! Geschwätz! Dann wollen wir doch mal sehen!

Es ist gar nicht leicht, das Leben einer Millionenerbin.

Die meisten scheinen auch zu vergessen, dass ich mir das verdammte Geld mit meiner kleinen Schwester teilen muss.

Mit Nicky.

Was iss'n das überhaupt für'n Name?

Nicky ... Nicky, ist das nicht Stoff für Handtücher oder Bettwäsche? Oder pinke Trainingshosen?

Naja, da haben meine Eltern bei der Namensgebung ein bisschen gepennt.

Und dann ist da ja noch mein Bruder Baron. Also, der is' kein Baron oder so, der Kleine heißt nur so. Der weiß ja noch gar nichts mit der ganzen Kohle anzufangen, der bekommt noch Taschengeld.

Und wenn der 'n Baron ist, dann bin ich 'ne Prinzessin.

Prinzessin Paris, ...

... das hat auch Sinn.

Es ist nun aber wirklich nicht so, dass ich den ganzen Tag nur auf der faulen Haut liege.

Ich arbeite.

Ich arbeite, um mir schöne Dinge leisten zu können.

Wenn ich diese schönen Dinge dann ganz unauffällig präsentiere, bekomme ich andere Dinge, die ich präsentieren soll.

Uhren zum Beispiel.

Und Hunde. Ach Quatsch, das ist ja mein Tinkerbellchen, den präsentiere ich nur so.

Aber immer wenn ich ein Mikrofon in der Hand habe, dann können Sie davon ausgehen, dass ich arbeite.

Oder wenn ich mich so schick gemacht habe.

Oder denken Sie vielleicht, ich würde freiwillig als Doris-Day-Klon rumlaufen?

Nee, das hier ist schon eher mein Look.

Obwohl ich manchmal schon einen Klon gebrauchen könnte.

Manchmal klappt's. Dann denken die Leute, ich bin's. Bin ich aber nicht, hihi.

Da, schon wieder Arbeit! (Sie erinnern sich: Mikro in der Hand = Arbeit!) ...

Die Arbeit macht eigentlich Spaß.

Ich lerne 'ne Menge netter junger Leute kennen, ...

... komm' ordentlich in der Welt rum, ...

... und kann jeden Tag andere Klamotten tragen.

Manchmal mache ich sogar was total Verrücktes: Ich trage Perlonstrümpfe in offenen Schuhen.

Dann können sich die Modetanten mal wieder so richtig schön aufregen und ein paar ganz Blöde verbreiten dann, es sei ein Trend.

Am nächsten Tag laufen dann tausende von Girlies mit Strümpfen in Sandalen durch die Gegend und ich krieg 'nen Vertrag mit 'ner Nylonfirma.

Ich kann auch schreiben.

Jahaaa. Ich lase natührlich Korräktur lesen, ...

... aber die Leute sind verrückt nach meinen Büchern.

Und auch nach meinem Parfum.

Männer wollen mich haben, ...

... und die Mädels wollen so sein wie ich.

Ich gehe ganz gerne in Talk-Shows, auch in Germany.

Da machen die immer einen riesigen Affenzirkus um meine Person.

Wenn ich sage: "Orchideen in meine Garderobe, aber zacki-zacki", dann bekomme ich Orchideen. Und zwar zacki-zacki.

Und wenn ich will, dass der Flokati in meinem Hotelzimmer puderfarben ist, dann wird ein puderfarbener Flokati da reingelegt.

Irre, oder?

Manchmal begleitet Daddy mich zu meinen Auftritten.

Oder auch Mom.

Was mich bei Mom bloß nervt, ist, dass sie ab und zu meine Klamotten anzieht, ...

... hier - schon wieder.

Erstens hat sie selber genug, ...

... und zweitens nervt dieses jugendliche Getue ab und zu doch gewaltig.

Aber was soll's?

Immerhin haben Mommy und Daddy mir ja einen ganz netten Start ins Leben ermöglicht.

Ich will nicht undankbar sein.

Deswegen tue ich was für mein Geld.

Ich gebe Autogrammstunden.

Das ist ganz wichtig, ...

... diese Nähe zu den Fans.

Ich gebe ganz gerne Autogramme.

Die Leute halten mich dann für volksnah.

Sie können sich einfach nicht vorstellen, dass, je mehr ich mich ekele, desto professioneller mein Lächeln wird.

Meine Schwester kann das auch schon so richtig eklig gut.

Apropos eklig: Das ist meine Ex-Beste-Freundin Nicole Dingsda, wie war doch gleich ihr Name.

Zum Glück habe ich noch genug andere Freundinnen.

Da bin ich schon lieber mit meiner Schwester unterwegs.

Mit Nicole war's ganz lustig, als sie noch ein bisschen pummeliger war.

Da waren die Rollen klar verteilt.

Wegen "The Simple Life" sollten wir immer und überall zusammen auftauchen.

Ständig musste es so aussehen, als wären wir ganz dicke Freundinnen (dabei war nur sie dick).

Dann fing sie plötzlich an, einen auf schlank zu machen und wollte mir das Wasser abgraben.

Aber nicht mit mir. Schließlich bin ich Paris Hilton - und nicht sie!

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