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Grace Kelly.
Fürstin Gracia Patricia.
Wer war die kühle Blonde wirklich?
Wie um alle schönen Frauen, die zu früh gestorben sind, ...
... ranken sich Mythen und Gerüchte.
Von den Kindern ...
... der ehemaligen Hollywood-Schauspielerin ...
... und Oscar-Gewinnerin ...
... werden wir wohl nie wirklich etwas erfahren.
Fürst Rainier ist mittlerweile auch tot, ...
... es werden immer weniger Zeitzeugen.
Eine allerdings, die es wissen muss, ist Nadia Lacoste (65), ehemalige Freundin und jahrzehntelange Pressesprecherin von Gracia Patricia in Monaco.
Sie weiß so einiges über das Leben ihrer Freundin und Fürstin zu berichten.
Bis zum 23. September wird im Grimaldi-Forum nun die Ausstellung "Die Grace-Kelly-Jahre" gezeigt.
Dort werden unter anderem noch nie veröffentlichte Fotografien und persönliche Gegenstände Gracia Patricias gezeigt.
Und Nadia Lacoste kann uns sagen, was für eine Frau ihre außergewöhnliche Freundin nun wirklich war.
"Ich war von Anfang an von ihr begeistert. Sie war kultiviert, ...
... intelligent, ...
... großzügig, ...
... warmherzig ...
... und hatte unendlich viel Geduld. ...
... Sie interessierte sich wirklich für Menschen, nicht nur weil es ihre Aufgabe als Fürstin war. ...
... Besonders lagen ihr jedoch Kinder am Herzen. ...
Sie war nach der Hochzeit mit dem Fürsten im Jahr 1956 ...
... die Präsidentin der Monegassischen Rotkreuzgesellschaft und gründete die Stiftung Princesse Grace, ...
... die im Dienste humanitärer Aufgaben steht und deren Zielgruppe heute überwiegend Kinder sind. (Ihre Arbeit wird nun von ihren Kindern fortgeführt.)
Sie war eine perfekte Frau, ...
... Fürstin ...
... und Mutter."
Und wie sah die Beziehung zwischen ihr und dem im April 2005 verstorbenen Fürsten Rainier III. aus?
"Die Presse sagte dem Fürstenpaar nach der Hochzeit ja keine lange Zukunft voraus. Die meisten waren überzeugt, dass die Ehe nur wenige Jahre dauern würde. ...
... Beide ergänzten sich jedoch hervorragend. ...
... Fürst Rainier war ein sehr intelligenter Mann, hatte viele Ideen und viel Humor. ...
... Wenn er einen Fehler hatte - wenn man das einen Fehler nennen kann - dann den, dass er nicht viel Geduld hatte. ...
... Aber da die Fürstin sehr geduldig war, war das nie ein Problem. ...
... Er zeichnete übrigens gerne. Während Sitzungen und Tagungen fertigte er oft Karikaturen der Teilnehmer an."
Es heißt, nach ihrer Hochzeit mit Fürst Rainier III. musste Grace Kelly ihren Beruf als Schauspielerin aufgeben. Ob sie diese Entscheidung wohl sehr bedauerte?
Freundin Lacoste sagt dazu: "Diese Entscheidung hat sie alleine getroffen. Niemand hat sie dazu gezwungen. ...
... Sie war mit Leib und Seele Schauspielerin. ...
... Doch noch wichtiger war ihr ihre Familie. ...
... Das lag vielleicht an ihrer Erziehung. ... (Auf dem Foto mit ihrem Vater)
... Aber vielleicht auch an der Reaktion der Monegassen, als sie erfuhren, dass sie nach ihrer Hochzeit wieder einen Film mit Alfred Hitchcock drehen wollte, der ein enger Freund von ihr war. ...
... Die Bevölkerung war schockiert, als sie hörte, dass sie in diesem Film eine krankhafte Diebin spielen sollte. ...
... Ganz abgesehen von Liebesszenen. ...
... Wie hätte man sie auf den Filmplakaten zeigen sollen: Als Fürstin Gracia Patricia ...
... oder als Grace Kelly? Alles wichtige Fragen, die sie sich damals stellen musste. ...
... Aber: Fürst Rainier hatte ihr die Schauspielerei nicht verboten. ...
... Er wollte für diesen Hitchcock- Film, der in Los Angelos hätte gedreht werden sollen, dort sogar für sich und die Kinder ein Haus mieten, ....
... denn die Dreharbeiten waren in den sechswöchigen Sommerferien vorgesehen."
Wie wurde Grace Kelly in Monaco empfangen?
Die erste Zeit war schwierig. Das größte Problem war die französische Sprache. Noch später sagte sie lächelnd: "Wenn ich rede, dann korrigieren mich meine Kinder."
Ganz zu Beginn fühlte sie sich fremd in Monaco: Ein Ort, den sie kaum kannte sowie Menschen und eine Sprache, die ihr nicht vertraut waren.
Doch die Fürstin ging der Bevölkerung entgegen.
Sie verließ ohne offizielle Begleitung den Palast, brachte die Kinder zur Schule und ging mit ihnen einkaufen.
Sie mischte sich schnell unter die Monegassen.
Zu dem Gerücht, dass sie an Alkoholproblemen litt, sagt ihre Freundin Nadia Lacoste: ...
... "Diese Gerüchte, dass sie Alkoholikerin war, stammen von James Spada, der fünf Jahre nach ihrem Tod ein Buch über sie geschrieben hat.
Es ist immer leicht, etwas über jemanden zu schreiben, der nicht mehr da ist.
Was stimmt ist, dass sie gerne ein Glas Champagner getrunken hat, das war aber nur auf Empfängen und auch nicht jeden Tag.
Ich habe die Fürstin in meiner mehr als 20-jährigen Beziehung zu ihr, nie betrunken gesehen.
Nur weil man ab und zu ein Glas Champagner trinkt, ist man noch lange kein Alkoholiker."
Richtig, Mme Lacoste, darauf trinken wir ein Gläschen Schampus und buchen einen Flug an die Côte d' Azur, ...
... um uns die Ausstellung anzusehen.
Dort werden noch nie veröffentlichte Fotografien und persönliche Gegenstände der amerikanischen Schauspielerin und Fürstin des kleinen Mittelmeerstaates gezeigt.
Die bis zum 23. September dauernde Ausstellung "Die Grace-Kelly-Jahre" spiegelt das Leben des Hollywoodstars und späteren monegassischen Fürstin wider, ....
... die am 14. September 1982 den Folgen eines Autounfalls erlag.
"Die Besucher der Ausstellung sollen den Eindruck haben, ein Fotoalbum anzuschauen. ...
... Jede Seite ist voller Erinnerungen", so der Kurator Frédéric Mitterrand, der Neffe des ehemaligen Staatspräsidenten François Mitterrand.
So sind neben Auszügen ihrer bekanntesten Filme auch Schmuck und Modeaccessoires zu sehen, die sie getragen hat sowie Teile ihrer Korrespondenz.
Und wer leichtfüßig auf den Spuren der Märchenprinzessin wandeln will: ...
Anlässlich des 25. Todestages wurde vor wenigen Tagen auch ein Grace-Kelly-Entdeckungsweg von 25 Etappen eingeweiht, der den Besucher des kleinen Fürstentums auf die Spuren der Fürstin führt. (Fotos. dpa/ap)
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