Am 9. Februar 1969 war es soweit: Auf dem US-Militärflughafen Paine bei Everett (Washington) hob die erste Boeing 747 ab.Bild 1 von 33 Mit den ersten Maschinen, die für die US-Airline Pan Am gefertigt wurden, begann die Erfolgsgeschichte des Jumbo-Jets. Lange Jahre setzten die 747-Maschinen den Maßstab als größtes Flugzeug der Welt.Bild 2 von 33 95 Fluggesellschaften weltweit fliegen mit dem viele Jahre größten Flugzeug der Welt. Bis Mitte 2008 wurden rund 1400 Maschinen des Typs ausgeliefert.Bild 3 von 33 Die meisten 747-Maschinen sind bei Japan Airlines im Einsatz. Die Japaner betreiben insgesamt 69 Maschinen dieses Typs.Bild 4 von 33 Auf dem zweiten Platz liegt British Airways, die 57 Maschinen der 747-Familie in ihrer Flotte führen.Bild 5 von 33 Die Lufthansa betreibt derzeit 30 Passagierflugzeuge des Typs 747-400. Mit einer Reichweite von 12750 Kilometern ist das Flugzeug auch für die weiteste Nonstop-Strecke der Airline von Frankfurt nach Buenos Aires geeignet.Bild 6 von 33 Vom neuen Typ 737-8 sollen bald weitere 80 Maschinen hinzukommen.Bild 7 von 33 Auch US-Präsident Obama kann nun über zwei 747-Maschinen verfügen: Als Präsidentenmaschine "Air Force One" kommt der Jumbo seit 1990 zum Einsatz.Bild 8 von 33 Dass die 747 eine solche Erfolgsgeschichte für Boeing werden würde, war in der Entwicklungszeit des ersten Typs nicht absehbar.Bild 9 von 33 Die Idee zum neuen Maschinentyp kam von der Airline Pan Am, für die ihre bis dahin eingesetzte Boeing 707 zu klein wurde. Ein neues Flugzeug mit doppelter Kapazität sollte dieses Problem lösen.Bild 10 von 33 Pan-Am-Chef Juan Trippe (Bild) soll damals zu Boeing-Präsident Allen gesagt haben: "Wenn Du es baust, kaufe ich es." Allen soll erwidert haben: "Wenn Du es kaufst, baue ich es."Bild 11 von 33 Der erste Vertrag wurde 1966 unterschrieben. Pan Am orderte damals 25 Maschinen mit einem Auftragswert von insgesamt 525 Mio. US-Dollar. Zum Vergleich: Der Listenpreis einer einzigen neuen 747-8 (Bild) liegt bei rund 300 Mio. US-Dollar.Bild 12 von 33 Aus wirtschaftlicher Sicht war die 747-100 zunächst kein Erfolg. 167 Exemplare wurden von der Basisvariante gefertigt, doch bereits 1968, noch vor dem Jungfernflug des 747-Urtyps, wurde bereits der Nachfolger geordert, die 747-200.Bild 13 von 33 Der Nachfolger der 747-100 zeichnete sich vor allem durch stärkere Triebwerke und eine größere Treibstoffkapazität aus. Mit 389 Exemplaren wurden in allen Untervarianten rund doppelt so viele Stück gebaut wie vom Ursprungsmodell.Bild 14 von 33 Heutzutage können Flugzeugbegeisterte eine alte Lufthansa-Maschine des Typs 747-200 auch in allen Details im Technik-Museum Speyer unter die Lupe nehmen.Bild 15 von 33 Der Blick ins Cockpit ist hier obligatorisch...Bild 16 von 33 Wer keine Probleme damit hat, im Flugzeug in den Schlaf zu finden, dem sei ein Trip nach Stockholm empfohlen. Auf dem Arlanda Airport erwartet eine umgebaute 747-200 Flugzeugliebhaber im Jumbo Hostel.Bild 17 von 33 25 Hotelzimmer und ein Café haben in der Maschine Platz. Hobby-Kapitäne buchen selbstverständlich die Deluxe-Suite im Cockpit.Bild 18 von 33 1982 hob die 747-300 zum Jungfernflug ab. Die bunte Bemalung für die South African Airways anlässlich der Olympischen Spiele gehört jedoch nicht zur Standardausstattung.Bild 19 von 33 Mehr als ein Lückenbüßer war die 300er-Familie in der Rückschau jedoch nicht, wurden doch lediglich 81 Einheiten gebaut und ausgeliefert.Bild 20 von 33 Nur zwei Jahre nach der Erstauslieferung der 747-300 wurde der Nachfolger 747-400 angekündigt, die meistgebaute Variante des Jumbo Jet. Nach der Ankündigung 1985 wurde 1988 der erste Flieger der Serie auf die Runway geschickt.Bild 21 von 33 Samt aller Untervarianten kam die 400er-Serie auf insgesamt rund 700 Bestellungen. Die Maschine basiert zwar technisch auf dem Vorgänger 747-300, ist jedoch mit neuer Gestaltung der Aerodynamik und verbesserter Triebwerke sparsamer und leiser.Bild 22 von 33 Auch bei der Reichweite war die 747-400 ein Schritt nach vorne. Auf einem Testflug schaffte die Maschine - wenn auch unbeladen - ohne Unterbrechung von London nach Sydney, eine Strecke von etwa 18000 Kilometern.Bild 23 von 33 Noch etwas Trivialwissen gefällig? Eine Maschine des Typs 747-400 besteht aus sechs Mio. Einzelteilen, die Hälfte davon Befestigungselemente. Die Teile werden in 33 verschiedenen Ländern gefertigt.Bild 24 von 33 Im Oktober 2007 waren die Tage der 747 als größtes Flugzeug der Welt gezählt. Mit großer Verspätung startete der Riesen-Jumbo A380 des Rivalen Airbus in den Linienbetrieb.Bild 25 von 33 Boeing arbeitet derweil unter Hochdruck an der 747-8 als Nachfolger für das 400er-Erfolgsmodell. Mit 3,6 zusätzlichen Metern steigt die Gesamtlänge auf 74,3 Meter, die Kapazität für Passagiere um 34 Plätze.Bild 26 von 33 Die wichtigste Neuerung der Maschine sollen die von der 787 übernommenen Triebwerke sein, zudem werden die Flügel überarbeitet.Bild 27 von 33 Nach Verzögerungen plant der Konzern die Auslieferung der ersten Maschinen ab 2011.Bild 28 von 33 Mit der 747-8 will Boeing an den bisherigen Siegeszug des Jumbos anknüpfen.Bild 29 von 33 Nach Feiern ist den Mitarbeitern zum runden Geburtstag jedoch nicht zumute. Inmitten eines scharfen Auftragseinbruchs und Lieferausfällen nach Streiks streicht der Luftfahrtkonzern 10 000 Stellen.Bild 30 von 33 Entsprechend zurückhaltend begeht Boeing das Jubiläum. Lediglich betriebsintern will das Unternehmen im Kreise seiner Mitarbeiter feiern.Bild 31 von 33 2008 fielen die Bestellungen des Konzerns hinter die des Erzrivalen Airbus zurück, der Gewinn brach um ein Drittel ein.Bild 32 von 33 Vierzig Jahre nach dem ersten Flug einer 747 könnten die Aussichten für den Luftfahrtkonzern kaum diffuser und unsicherer sein. (Text: Nikolas Neuhaus / Bilder: AP, dpa, rts, Boeing)Bild 33 von 33