Die BayernLB zapft als erste Bank den 500 Milliarden Euro schweren Rettungsfonds der Bundesregierung für die Finanzbranche an. Mit dem Geld will sie durch die Krise kommen, die ihr bisher Belastungen von weit über fünf Milliarden Euro beschert hat. Ein Überblick:Bild 1 von 15 SOMMER/HERBST 2007 - Die BayernLB will nicht als Opfer der US-Hypothekenkrise gesehen werden. Sie dementiert Berichte über Lasten im Milliardenbereich. Es gebe nur geringe Ausfallrisiken.Bild 2 von 15 ENDE NOVEMBER 2007 - Die bayerische Regierung (im Bild Ministerpräsident Günther Beckstein) erteilt Fusionsgesprächen mit anderen Landesbanken eine Absage...Bild 3 von 15 obwohl die Sparkassen als Miteigentümer der BayernLB einen Zusammenschluss mit der größeren LBBW aus Stuttgart favorisieren.Bild 4 von 15 DEZEMBER 2007/JANUAR 2008 - Landesfinanzminister Erwin Huber beziffert den Abschreibungsbedarf auf bis zu 100 Millionen Euro.Bild 5 von 15 FEBRUAR 2008 - Die Ereignisse überschlagen sich: Während Huber im Parlament noch verkündet, die BayernLB habe keine neuen Erkenntnisse, bereitet die Bank die Veröffentlichung vorläufiger Zahlen vor. Demnach liegen die Belastungen bei 1,9 Milliarden Euro.Bild 6 von 15 Huber ist brüskiert und drängt BayernLB-Chef Werner Schmidt zum Rücktritt.Bild 7 von 15 Nachfolger wird Finanzvorstand Michael Kemmer.Bild 8 von 15 APRIL 2008 - Kemmer räumt ein, dass die Belastungen sich sogar auf 4,3 Milliarden Euro belaufen. Einen Verlust schließt er für 2008 nicht aus.Bild 9 von 15 Riskante Wertpapiere sollen ausgelagert werden. Eine Finanzspritze schließt Kemmer aus.Bild 10 von 15 JUNI 2008 - Kemmer konkretisiert den Sparkurs: zusätzliche 100 Millionen Euro sollen eingespart werden, bis zu 350 weitere Stellen wegfallen.Bild 11 von 15 AUGUST 2008 - Kemmer erklärt die akute Krise für überwunden. Nach einem Vorsteuerverlust von 770 Millionen Euro im ersten Quartal steht im zweiten Quartal ein Gewinn von 140 Millionen zu Buche. Die Belastungen aus der Finanzkrise summieren sich auf 4,9 Mrd.Bild 12 von 15 SEPTEMBER 2008 - Wegen der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers drohen der BayernLB weitere Ausfälle von rund 300 Millionen Euro.Bild 13 von 15 OKTOBER 2008 - Die BayernLB will aus dem Rettungsfonds des Bundes 5,4 Milliarden Euro in Anspruch nehmen. Die Eigentümer sollen eine weitere Milliarde Euro zuschießen. Der Verlust vor Steuern summierte sich im dritten Quartal auf eine Milliarde Euro.Bild 14 von 15 Kemmer rechnet mit einem Minus von drei Milliarden Euro im Gesamtjahr. Neue Kreditausfälle drohen Finanzkreisen zufolge in Island. Die Bank soll 400 Millionen Euro einsparen.Bild 15 von 15