Gazprom gilt als der mächtigste Konzern der Welt.Bild 1 von 32 Von Nikita Chruschtschow ...Bild 2 von 32 ... über Leonid Breschnew ...Bild 3 von 32 ... bis Wladimir Putin haben Russlands Präsidenten Gas als Element der Machtpolitik eingesetzt.Bild 4 von 32 Der ehemalige Gazprom-Aufsichtsratschef Dmitri Medwedew ist der gegenwärtige Präsident Russlands. Er setzt diese Politik konsequent fort.Bild 5 von 32 "Gas ist eine Waffe", schreibt der Journalist Waleri Panjuschkin. "Es brennt, es explodiert und kann Menschen ersticken", ist ein geflügeltes Wort unter den Gazprom-Mitarbeitern.Bild 6 von 32 Gazprom ist der der weltgrößte Erdgasproduzent und das größte Energieunternehmen Russlands. Der Konzern kommt für etwa ein Fünftel der russischen Haushaltseinnahmen auf und beschäftigt rund 430.000 Menschen.Bild 7 von 32 Er förderte im vergangenen Jahr (2008) 549,6 Milliarden Kubikmeter. Das sind 84,5 Prozent der russischen Gasgewinnung und fast ein Fünftel der weltweiten Gasproduktion.Bild 8 von 32 Im Jahr 2007 lag der Nettogewinn bei umgerechnet rund 9,8 Mrd. Euro.Bild 9 von 32 Der russische Staat hält die Kontrollmehrheit von knapp über 50 Prozent der Anteile. Größter ausländischer Aktionär ist die Eon-Tochter Ruhrgas mit rund 6,4 Prozent. 13,2 Prozent der Gazprom-Papiere werden im Westen gehandelt.Bild 10 von 32 Deutschland ist zu 45 Prozent von russischem Gas abhängig, Österreich zu 75 Prozent und Finnland zu 100 Prozent. Die EU bezieht etwa 25 Prozent ihres Gases von Gazprom.Bild 11 von 32 Die Wirren der wilden Privatisierung in den 90er Jahren überstand Gazprom verhältnismäßig gut.Bild 12 von 32 Im Gegensatz zu anderen Staatskonzernen wurde das Unternehmen nicht zerschlagen. Das verhinderte der damalige Chef Viktor Tschernomyrdin, der später unter Boris Jelzin Premierminister Russlands wurde.Bild 13 von 32 Gazprom wurde ein wichtiges Instrument des Kremls, die Kontrolle über die immensen Bodenschätze des Landes zurückzugewinnen.Bild 14 von 32 Mittlerweile ist Gazprom ein wesentlicher Bestandteil der russischen Außenpolitik. Regierungen ehemaliger Sowjetrepubliken, die sich vom Kreml emanzipieren wollen, wird die Gasrechnung kräftig erhöht. Andere zahlen Vorzugspreise.Bild 15 von 32 So stoppte der Konzern 2006, 2008 und Anfang 2009 die Gaslieferungen an die Ukraine. Das Land begleiche seine Rechnungen nicht, hieß es zur Begründung.Bild 16 von 32 Im Westen unterstellten viele Analysten allerdings auch politische Motive. Ein Grund für den Schritt sei die pro-westliche Regierung, hieß es.Bild 17 von 32 Sogar Weißrussland sah sich mit einem Stopp der Lieferungen konfrontiert, mit dem Gazprom Preiserhöhungen durchsetzen wollte.Bild 18 von 32 Damit sollte Präsident Aleksandr Lukaschenko bestraft werden, da er sich einer stärkeren Anlehnung an Russland widersetzt hatte, vermuten westliche Analysten.Bild 19 von 32 Aber nicht nur ausländische Regierungen bekommen die Macht Gazproms zu spüren, auch Geschäftspartner müssen sich an einen rauen Umgangston gewöhnen.Bild 20 von 32 So musste der britische Energiekonzern Shell die Mehrheit an Russlands größtem Gasprojekt Sachalin 2 an Gazprom abtreten. Offizielle Begründung waren Verstöße gegen Umweltauflagen.Bild 21 von 32 Auch der russisch-britische Konzern TNK-BP sieht sich gezwungen, Anteile an dem Kowykta-Projekt zu verkaufen. Das südsibirische Feld zählt zu den größten Gasvorkommen Russlands.Bild 22 von 32 Gazprom erweitert Stück für Stück seinen Einflussbereich. Zu den wichtigsten strategischen Zielen gehören Westeuropa und vor allem Deutschland. Dabei will Gazprom auch an die Verteilernetze, um direkten Zugang zu den Endkunden zu bekommen.Bild 23 von 32 Zur Imagepflege sponsort Gazprom deshalb Schalke 04.Bild 24 von 32 Mit Altkanzler Gerhard Schröder bekam der staatlich kontrollierte Konzern prominente Unterstützung.Bild 25 von 32 Der ehemalige Bundeskanzler ist Aufsichtsratschef der Betreibergesellschaft der Ostseepipeline, mit der Gas direkt von Russland nach Deutschland geliefert werden soll.Bild 26 von 32 Gazprom ist auch im Banken- und Versicherungsgeschäft aktiv. Außerdem besitzt der Konzern zahlreiche Medien. So kaufte er 2001 den bis dahin regierungskritischen Fernsehsender NTW des Oligarchen Gussinski.Bild 27 von 32 Gazprom löst wegen der Nähe zum Kreml häufig Unbehagen aus. Doch der Konzern sei weder gut noch schlecht, schreibt der russische Journalist Panjuschkin.Bild 28 von 32 Mit einer Waffe könne man töten oder einschüchtern, aber auch verteidigen und schützen.Bild 29 von 32 Der moralische Wert einer Waffe werde nicht davon bestimmt, wie sie gebaut ist, sondern wer sie in der Hand hält und welche Absichten er damit verfolgt.Bild 30 von 32 Eine Waffe sei ein seelenloses Ding, so Panjuschkin. Sie kenne keine Angst, keine Liebe und kein Erbarmen.Bild 31 von 32 Sie halte ihrem Besitzer nicht die Treue, wenn sich die Zeiten ändern.Bild 32 von 32