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Wirtschaft

Die Familie hinter den Hotels: Die Hiltons

 
Ein Logo und ein Name stehen für Hotels in über 70 Ländern: Hilton.

Ein Logo und ein Name stehen für Hotels in über 70 Ländern: Hilton.

Dieses Mal ist ausnahmsweise nicht von Paris' Interpretation der Marke Hilton die Rede.

Jetzt macht Blackstone von sich reden. Elf Tage nach seinem starken Debüt an der New Yorker Börse kauft der amerikanische Finanzinvestor ...

... die weltweit größte Hotelkette. Seit Ende des Jahres 2005 gehören der größere US-amerikanische und der kleinere britische Teil der Hilton Hotels wieder zusammen.

Die Geschichte der Hotelkette beginnt jedoch viel früher, nämlich 1919 mit Conrad Nicholson Hilton und dem Kauf des Hotels "Mobley" in Cisco, Texas.

Conrad Nicolson Hilton, der Gründer und Namensgeber der Kette, wird am 25. Dezember 1887 in New Mexico geboren. Am 2. August 1925 eröffnet er sein erstes Hotel der höheren Preisklasse. 1946 gründet er die Hilton Hotel Corporation mit Niederlassungen weltweit.

"Be my guest!" 1957 veröffentlicht Conrad Hilton unter dem Titel "Die Welt zu Gast bei mir" im Alter von 70 Jahren seine Autobiografie. In der Zwischenzeit ist viel geschehen.

April 1955: Hier stehen Conrad Hilton, sein Sekretär Joseph Binns (Mitte) und Hilton-Vizechef John Hauser dort, wo bald das legendäre Berliner Hilton in der Budapester Straße in Schöneberg entstehen soll.

Im Dezember 1958 begrüßen die Hiltons Hedda Adlon, die Besitzerin des Adlon Hotels, zur Eröffnung des Berliner Hiltons.

Juni 1955: Der Chef kommt in Begleitung der Tänzerin Ann Miller zur Eröffnungsgala des Hiltons in Istanbul. Auch andere Gäste aus dem Show Business sind mit von der Partie.

Ein Kuss für die Schauspielerin Merle Oberon.

März 1958: Noch ist Havanna ein Standort, in den es sich zu investieren lohnt. Conrad Hilton tanzt mit seiner Schwester Rose Marie Carpenter bei der Eröffnung seines Hotels in der kubanischen Hauptstadt.

Kein Grund, zu erschrecken! Der Tanz geht weiter - hier mit der Schauspielerin Gina Lollobrigida anlässlich der Galaeröffnung des neuen Hilton Hotels in Paris im April 1966.

Auch das Waldorf Astoria in New York gehört zur Hotelfamilie. Privat entwickelt sich die Hilton Familie mit ähnlichem Schwung.

Conrad Hilton heiratet dreimal: 1925 Mary Adelaide Barron, 1942 Zsa Zsa Gabor und 1976 Mary Frances. Mit seiner ersten Frau Barron hat er die Söhne Conrad Nicholson Jr. (1926-1969), William Barron (1927) und Eric Michael (1932).

1947 wird seine Tochter Constance Francesca geboren.

Tochter Constance Francesca und ihre Mutter Zsa Zsa Gabor 1963 bei der Filmpremiere von "Cleopatra" mit Liz Taylor in der Hauptrolle.

Dezember 1953: Das tanzende Paar ist bereits geschieden. Zsa Zsa feiert mit Magda und Eva Gabor ein Bühnenengagement mit drei Schwestern. Die Familie Hilton ist umgeben von Stars und Sternchen.

Sohn Conrad Nicholas Jr. - genannt Nick oder Nicky - mit der Schauspielerin Natalie Wood bei einer Filmpremiere.

Übrigens nicht zu verwechseln mit Nicky Hilton, Paris Hiltons jüngerer Schwester und Ur-Enkelin des Hotelgründers.

Doch zurück zum Nicky Hilton der 50er Jahre. Wegen Undiszipliniertheit fliegt der älteste Sohn von einer Schweizer Hotelfachschule.

Er verliebt sich in den Filmstar Liz Taylor.

Am 6. Mai 1950 wird Hochzeit gefeiert.

Die Ehe der beiden dauert nur neun Monate.

1958 heiratet er Patricia Blake McClintock.

Conrad Hiltons zweitgeborener Sohn William Barron (zweite Reihe ganz links) übernimmt die Leitung der Hotelkette. Seit 1954 ist er Vizepräsident der Hilton Hotelgruppe und wird 1966 Geschäftsführer.

Aber der Vater nimmt noch lange nicht seinen Hut.

Bis zu seinem Tod lässt er es sich nicht nehmen, jedes neue Hilton Hotel mitzukonzipieren und eigenhändig einzuweihen. Conrad Hilton stirbt am 3. Januar 1979 im Alter von 91 Jahren.

Nicht nur in Form der Hotelkette lebt sein Name fort: Der Hotelier ist auch der Stifter des Conrad N. Hilton Humanitarian Prize: Sein Sohn Barren (links) bei der Preisverleihung im Jahr 1999 in New York (mit Menschenrechtskommissarin Mary Robinson und Dr. John Batten).

Und was wird nun aus dem großen Namen Hilton? 1996 hat Barron Hilton den Geschäftsführerposten an Stephen F. Bollenbach übergeben. Zum ersten Mal in der Geschichte des Hilton ging die Leitung des Familienunternehmens in fremde Hände über.

Jetzt kommt die Kapitalgesellschaft Blackstone,...

...um die Hotelkette weiter zu vergolden. - Keineswegs, um sie "zu Gold" zu machen, denn zerschlagen will man die Hiltongruppe nicht.

Mit überwältigender Mehrheit haben die Aktionäre der Hotelkette der Milliardenübernahme zugestimmt. So ändern sich die Zeiten, die Gäste kommen und gehen ...

... und es bleiben die Erinnerungen an Glanz und Glamour. (Alle Bilder AP, dpa)

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