2008: Wer macht wie viel locker?: Die Waffen der Geldpolitik
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Keine Maßnahmen haben die Finanz- und Wirtschaftskrise bisher bremsen können. Dabei werden KONJUNKTURPAKETE am laufenden Meter geschnürt. Auch ZINSSENKUNGEN haben Hochkonjunktur.Bild 1 von 40 Manch Notenbanker ist angesichts der Tatsache, dass seine Leitzinsen bereits nahe Null Prozent angelangt sind, am Ende seiner Weisheit angekommen. Gäbe es da nicht noch andere - zugegebenermaßen umstrittene - geldpolitische Maßnahmen.Bild 2 von 40 Und siehe da, Geldpolitik geht auch noch anders. Immer mehr Zentralbanken geben ihre klassische Geldpolitik auf. Die jüngsten Maßnahmen zielen auf eine AUSWEITUNG DER GELDMENGE ab.Bild 3 von 40 Im Fachjargon auch "quantitative easing" (quantitative Lockerung) genannt. Dazu kaufen die Notenbanken im großen Ziel Staatspapiere, Unternehmensanleihen oder Aktien.Bild 4 von 40 Dadurch pumpen sie zusätzlich frisch gedrucktes Geld in ihre Volkswirtschaften. Wir versuchen den Überblick zu behalten, wer inzwischen wo wie viel locker gemacht hat.Bild 5 von 40 Nach Großbritannien und Japan haben auch die USA Ernst gemacht: Fed-Chef Ben Bernanke verkündet am 18. März 2008 den lang erwarteten Ankauf von Staatsanleihen (bis zu 300 Mrd. Dollar in den kommenden sechs Monaten) durch die Fed.Bild 6 von 40 Zusätzlich sollen bereits laufende Programme zur Entlastung der Kredit- und Immobilienmärkte in etwa verdoppelt werden.Bild 7 von 40 Summa summarum werden diese Maßnahmen mehr als eine Billion Dollar in den Wirtschaftskreislauf pumpen.Bild 8 von 40 Bereits seit dem vergangenen Herbst kauft die Fed Commercial Papers auf und stützt damit den Markt für die kurzfristige Refinanzierung vieler US-Unternehmen. Das Programm läuft bis Ende Oktober.Bild 9 von 40 Seit Januar kauft die Fed Schuldtitel der drei wichtigsten Immobilienfinanzierer an. Zusätzlich erwirbt die Notenbank zur Stützung des Immobilienmarktes, an dem die Finanzkrise 2007 ihren Anfang genommen hat, weitere hypothekenunterlegte Papiere ...Bild 10 von 40 ... von bis zu 500 Mrd. Dollar. Darüber hinaus will sie direkt Kredite an Haushalte und kleine Firmen vergeben. Zusätzlich stehen eine Billion Dollar für den Ankauf von weiteren Kreditpapieren zur Verfügung, ...Bild 11 von 40 ... um Darlehen an Studenten zu ermöglichen und Kreditkartenfirmen zu stützen. Diese Programme sind befristet bis Ende Dezember. Mit ihren Maßnahmen lehnen sich die USA im Kampf gegen die Finanzkrise so weit aus dem Fenster hinaus wie keine andere Nation.Bild 12 von 40 Bereits im November hatte der Kongress in Washington sich auf das größte Konjunkturprogramm seit dem Zweiten Weltkrieg geeinigt. Mit 789 Mrd. Dollar (614 Mrd. Euro) will Präsident Barack Obama ...Bild 13 von 40 ... die Wirtschaft ankurbeln und mehr als drei Millionen Arbeitsplätze schaffen oder erhalten. Davon sind 507 Mrd. Dollar für staatliche Investitionen vorgesehen, 282 Mrd. für Steuererleichterungen.Bild 14 von 40 Mit dem Kauf von Staatspapieren folgen die USA nun doch dem Beispiel der Notenbanken Japans und Großbritanniens, die Geldpolitik bereits aggressiv gelockert haben.Bild 15 von 40 Die BRITISCHE Notenbank (BoE) hat Mitte Februar begonnen, Unternehmensanleihen, Commercial Papers und weitere Papiere in einem Volumen von bis zu 50 Mrd. Pfund anzukaufen.Bild 16 von 40 Sie kauft zudem den Banken mittel- und langlaufende Statsanleihen im Volumen von bis zu 75 Mrd. Pfund ab. Finanzminister Alistair Darling hat der BoE einen Verfügungsrahmen ...Bild 17 von 40 ... von 150 Mrd. Pfund für diese Geschäfte eingeräumt. Der Leitzins in Großbritannien, das besonders stark unter der Krise leidet, liegt bei nur noch einem halben Prozent.Bild 18 von 40 Wie der Notenbankchef Mervyn King sagt, bestimmt der Inflationsausblick, wann die Währungshüter das Gelddrucken beenden und eventuell die Zinsen wieder anheben werden.Bild 19 von 40 Die britische Wirtschaft wird bereits mit einem Konjunkturprogramm von 20 Mrd. Pfund (22,2 Mrd. Euro) angekurbelt. Als erstes großes EU-Land hat Großbritannien dabei die Mehrwertsteuer ...Bild 20 von 40 ... von 17,5 auf 15 Prozent gesenkt. Zudem sind "Steuergeschenke" für ärmere Bürger sowie die Einführung einer "Reichensteuer" vorgesehen.Bild 21 von 40 Die Zentralbank von JAPAN will den Geschäftsbanken Aktien aus ihren Beständen im GEsamtwert von bis zu einer Billion Yen abkaufen. Dadurch soll die Kapitalbasis der Institute verbessert werden.Bild 22 von 40 Verkaufen will die Notenbank die übernommenen Aktien nach derzeitigen Planungen zwischen 2012 und 2018. Die Notenbank kauft auch Bonds an.Bild 23 von 40 Jüngst wurde das Volumen diser Käufe auf umgerechnet 220 Mrd. Euro erhöht. Der Leitzins liegt seit Jahren nahe null Prozent. Japan gilt als wichtiges Vorbild einer Geldpolitik der "quantitativen Lockerung".Bild 24 von 40 Tokio kurbelt die Konjunktur zusätzlich mit einem Paket in Höhe von umgerechnet rund 90 Mrd. Euro erneut an. Dafür sind Ausgaben von 40 Mrd. Euro geplant. Wichtiges Element sind ...Bild 25 von 40 ... Auszahlungen an Privathaushalte im Umfang von 17 Mrd. Euro, um den Konsum zu stärken. Zu dem Paket gehören Steuersenkungen und ein Rettungsschirm besonders für mittelständische Firmen.Bild 26 von 40 Die EU hat noch keine Schritte in Richtung "quantitative easing" angekündigt. Da der Leitzins in der Euro-Zone mit 1,5 Prozent im Vergleich zu den USA relativ weit von der Null-Linie entfernt ist, ist die EZB noch nicht unter so hohem Druck wie andere Notenbanken.Bild 27 von 40 Nach dem Coup der Fed steigt dieser jedoch: Analysten erwarten in den kommenden Monaten einen Schwenk in Richtung einer alternativen Geldpolitik. (Bild: EZB-Präsident Jean-Claude Trichet)Bild 28 von 40 Die Notenbankchefs Deutschlands und Frankreichs, Axel Weber (Bild) und Christian Noyer, haben erklärt, ?Bild 29 von 40 ? die EZB prüfe den Ankauf von Commercial Papers. Ungleich schwerer tut sich die EZB beim Ankauf von Staatsanleihen: Die direkte Staatsfinanzierung ist ihr verboten.Bild 30 von 40 Die EU-Mitgliedsländer hatten auf ihrem letzten EU-Gipfel im Dezember 2008 bereits Maßnahmen in Höhe von insgesamt 200 Mrd. Euro auf den Weg gebracht, um der Wirtschaftskrise Herr zu werden.Bild 31 von 40 30 Mrd. soll die EU tragen, 170 Mrd. Euro die Mitgliedsstaaten, wobei diesen überlassen bleibt, welche nationalen Akzente sie bei ihren Konjunkturpaketen setzen.Bild 32 von 40 DEUTSCHLAND hat mit Maßnahmen im Umfang von 50 Mrd. Euro das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik aufgelegt.Bild 33 von 40 In FRANKREICH sind die Autoindustrie und die Bauwirtschaft Hauptnutznießer eines Programms von 26 Mrd. Euro. Etwa 6,5 Mrd. Euro pumpt Paris in die ...Bild 34 von 40 ... angeschlagene Autoindustrie, rund 1,8 Mrd. Euro sollen 2009/10 für den Wohnungsbau zusätzlich ausgegeben werden. (Foto: Wirtschaftsministerin Christine Lagarde)Bild 35 von 40 Der Staat organisiert zudem 22 Mrd. Euro Kredite für den Mittelstand. Präsident Nicolas Sarkozy kündigte an, 2010 die Gewerbesteuer abzuschaffen, um Produktionsverlagerungen ins Ausland vorzubeugen.Bild 36 von 40 Auch in der SCHWEIZ hat eine neue geldpolitische Zeitrechnung begonnen. Die Nationalbank (SNB) senkte ihren Leitzins auf praktisch null Prozent und will nun Frankenanleihen privater Schuldner aufkaufen - darunter auch Bankanleihen und Pfandbriefe.Bild 37 von 40 Zusätzlich will die SNB am Devisenmarkt intervenieren und die Aufwertung des Frankens gegen den Euro stoppen. Damit soll die stark von Exporten abhängige Wirtschaft vor Schlimmerem bewahrt werden.Bild 38 von 40 CHINA bringt im November ein Konjunkturprogramm im Umfang von umgerechnet mehr als 400 Mrd. Euro auf den Weg. Damit soll in den kommenden zwei ...Bild 39 von 40 ... Jahren neben dem Ausbau der Infrastruktur auch die heimische Nachfrage gefördert werden. Mit neuen Konjunkturspritzen kommt China seiner schwächelnden Auto- und Stahlindustrie zu Hilfe. (Text: Diana Dittmer; Bilder: AP, Reuters, dpa)Bild 40 von 40
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