Hilfe gegen Strukturreformen: Der Internationale Währungsfonds greift klammen Staaten mit Krediten finanziell unter die Arme, verlangt dafür jedoch die Einhaltung von Auflagen.Bild 1 von 17 | Foto: ASSOCIATED PRESSIm Auftrag der aktuell 187 Mitgliedsstaaten vergibt der IWF auch Kredite an zahlreiche Länder Mittel- und Osteuropas. Nicht überall klappt das Geschäft auf Gegenseitigkeit jedoch so reibungslos.Bild 2 von 17 | Foto: REUTERSDie Regierung in Budapest hatte sich 2008 einen Kredit von 20 Milliarden Euro des IWF und der EU gesichert und im Gegenzug einen Sparkurs zugesagt.Bild 3 von 17 | Foto: REUTERSDie konservative Regierung unter Viktor Orban ging jedoch nach ihrem Amtsantritt auf Konfrontationskurs zum Fonds. Orban sagte, es sei im Interesse des Landes, falls nötig Kreditvereinbarungen mit dem IWF zu treffen - aber nicht, dass der IWF die Wirtschaftspolitik bestimme.Bild 4 von 17 | Foto: REUTERSNotenbank-Präsident Andras Simor wollte ein umfangreiches Konjunkturprogramm mittels einer Bankensteuer nicht mittragen, kurzerhand kürzte Orban sein Geld um 75 Prozent.
Verhandlungen Ungarns mit EU und IWF über das Paket scheiterten im Juli. Solange es nicht zu einer Einigung kommt, bleiben die Mittel gesperrt.Bild 5 von 17 | Foto: REUTERSRumänien muss im Rahmen seiner 20-Milliarden-Euro-Vereinbarung unter Federführung des IWF bis Jahresende sein Haushaltsdefizit auf 6,8 Prozent drücken. Die Regierung in Bukarest setzte dazu eine Reihe unpopulärer Maßnahmen durch, darunter den Abbau von tausenden Stellen im Staatsdienst sowie eine Lohnkürzung im öffentlichen Dienst um ein Viertel.Bild 6 von 17 | Foto: REUTERSDie Wirtschaft Rumäniens schrumpfte 2009 um sieben Prozent und könnte auch im laufenden Jahr weiter an Boden verlieren. Damit gehört der einst boomende Staat zu den Schlusslichtern in Europa.Bild 7 von 17 | Foto: REUTERSLettland musste einen 7,5 Milliarden Euro umfassenden Kredit unter IWF-Federführung (im Bild: IWF-Vertreter Griffith, l., mit Lettlands Präsident Zatlers) aufnehmen, um seine Finanzen zu stabilisieren. Im Rahmen dessen willigte die Regierung ein, das Haushaltsdefizit im kommenden Jahr auf sechs Prozent und 2012 auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu drosseln.Bild 8 von 17 | Foto: REUTERS2014 soll der Euro eingeführt werden. Der IWF forderte die Regierung in Riga Mitte August zu weiteren Sparrunden auf.Bild 9 von 17 | Foto: REUTERSDer IWF hat Serbien 2009 Finanzhilfen im Volumen von drei Milliarden Euro eingeräumt. Die erste Tranche von fast 800 Millionen Euro wurde im Mai 2009 ausgezahlt, weitere 479 Millionen im Juni.Bild 10 von 17 | Foto: ASSOCIATED PRESSEiner Bitte der Regierung in Belgrad um Zustimmung zu Lohn- und Rentensteigerungen, um bei allen Sparbemühungen die Bevölkerung bei Laune zu halten, kam der IWF nach. Die serbische Regierung arbeitet derzeit an einem Gesetz, das den Ausgabespielraum effektiv einschränkt und eine stärkere Haushaltsdisziplin sicherstellt.Bild 11 von 17 | Foto: ASSOCIATED PRESSDie Ukraine will zwei Milliarden Dollar aus einem neuen 15 Milliarden Dollar schweren IWF-Kredit abrufen, um das Haushaltsdefizit auszugleichen (im Bild: der ukrainische Staatspräsident Viktor Janukowitsch, l., mit IWF-Direktor Strauss-Kahn).Bild 12 von 17 | Foto: ASSOCIATED PRESSIm laufenden Jahr muss der Fehlbetrag auf 5,5 Prozent der Wirtschaftsleistung gedrosselt werden, dazu wurde unter anderem der Gaspreis kräftig angehoben.Bild 13 von 17 | Foto: ASSOCIATED PRESSBosnien (hier Regierungschef Nikola Spiric, r., mit IWF-Vertreter Costas Christou) hat bis Mitte September Zeit, um alle Bedingungen für die nächste Tranche eines 1,2-Milliarden-Euro-Kreditrahmens zu erfüllen.Bild 14 von 17 | Foto: REUTERSDazu müssen zahlreiche Begünstigungen etwa für Kriegsveteranen, Behinderte oder besonders privilegierte Rentner überprüft werden. Ohne Geld des IWF bleiben auch Mittel anderer Organisationen wie der Weltbank oder der Europäischen Kommission gesperrt.Bild 15 von 17 | Foto: REUTERSFür die ehemalige serbische Teilrepublik Kosovo billigte der IWF zwei Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung einen 108 Millionen Euro umfassenden Kredit. Damit ist das Kosovo das dritte Land des ehemaligen Jugoslawiens, das sich mit dem IWF auf Finanzhilfen geeinigt hat.Bild 16 von 17 | Foto: ASSOCIATED PRESSEin Hilfsprogramm für Moldawien, das zu den Ärmsten Europas gehört, umfasst für die Jahre 2010 bis 2012 insgesamt 574 Millionen Dollar.Bild 17 von 17 | Foto: ASSOCIATED PRESS