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Wirtschaft

Findet Euch damit ab!: Millionen für Manager

 
Findet Euch damit ab!: Millionen für Manager

Die Millionen-Abfindungen für Manager sorgen seit Jahren für Schlagzeilen. Jüngster Fall: Die bis zu 15 Mio. Euro, die Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick bei einem möglichen Abgang kassieren könnte.

Grund genug, sich die goldensten Handschläge der letzten Jahre anzuschauen. (Die Summen wurden von Unternehmensseite meist nicht bestätigt.)

Bernd Pischetsrieder: Für seinen Rückzug als BMW-Konzernchef bekam er 1999 laut Medien eine Abfindung von mehr als sieben Mio. Euro.

Karl-Thomas Neumann: Auf Drängen von Großaktionär Schaeffler schied der Vorstandschef des Autozulieferers Continental im August aus. Neumann soll dafür 7,4 Mio. Euro erhalten.

Thomas Middelhoff: Im Jahr 2002 verließ der damalige Bertelsmann-Chef das Unternehmen wegen Differenzen über die künftige Strategie. Für sein Ausscheiden soll er Medienberichten zufolge eine Abfindung von 25 Mio. erhalten haben. Sein Ausstiegspaket als Arcandor-Chef wird auf knapp vier Mio. Euro geschätzt, davon habe er bislang lediglich die Hälfte ausbezahlt bekommen, heißt es.

Klaus Esser: Der damalige Mannesmann-Chef erhielt im Zuge der Übernahme des Unternehmens durch den britischen Mobilfunk-Anbieter Vodafone im Jahr 2000 rund 30 Mio. Euro.

Wendelin Wiedeking: Der frühere Porsche-Chef, der ursprünglich VW schlucken wollte, trat im Juli nach der Niederlage gegen VW-Patriarch Ferdinand Piëch zurück. Wiedeking bekam 50 Mio. Euro Abfindung, der bisherige Porsche-Finanzvorstand Holger Härter 12,5 Mio. Euro.

Frank Newman: Nach der Übernahme der US-Großbank Bankers Trust (BT) durch die Deutsche Bank verabschiedete sich der frühere BT-Chef Frank Newman 1999 "im besten Einvernehmen". (Hier mit Ex-Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer (li).) Angeblich soll er eine Abfindung von bis zu 100 Mio. Dollar bekommen haben.

Robert Eaton: Nach der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler nahm der ehemalige Chef des US-Konzerns im Jahr 2000 vorzeitig seinen Hut. Über die Höhe seiner Abfindung gab es unterschiedliche Angaben. Summen zwischen 24 Mio. und 130 Mio. Dollar wurden genannt.

Gerhard Bruckermann: Der Chef der irischen DEPFA Bank, die 2007 an die inzwischen verstaatlichte Hypo Real Estate (HRE) verkauft wurde, soll für sein Ausscheiden 100 Mio. Euro kassiert haben.

Hank McKinnell: Der 2007 ausgeschiedene Chef des Pharmakonzerns Pfizer soll fast 200 Mio. Dollar bekommen haben.

Robert Nardelli: Die US-Baumarktkette Home Depot schickte den damaligen Boss Robert Nardelli Anfang 2007 mit einer Abfindung von 210 Mio. Dollar nach Hause.

Lee Raymond: Der frühere Chef des US-Ölkonzerns ExxonMobil gilt als derjenige mit dem teuersten Abschiedsgeschenk. Er soll Ende 2005 mehr als 350 Mio. Dollar erhalten haben. (dpa/rts)

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