Bei der Eröffnung des Porsche-Museums in Stuttgart demonstrierten die Porsche-Eignerfamilien Porsche und Piech demonstrativ Harmonie. Das war nicht immer so, hatte die doch die Übernahme von Volkswagen durch Porsche für Spannungen gesorgt.Bild 1 von 28 Bei der Übernahme scheint momentan aber alles glatt zu laufen, Porsche kommt schnell voran. Allein das VW-Gesetz trübt die Stimmung.Bild 2 von 28 Hinter Porsche liegt ein langer Weg.Bild 3 von 28 25. September 2005: Porsche gibt Pläne für einen Einstieg bei Volkswagen mit rund 20 Prozent bekannt.Bild 4 von 28 Der Schritt löst Diskussionen um VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch aus, da Porsche von den Familien Porsche und Piëch kontrolliert wird.Bild 5 von 28 20. Januar 2006: Zwischen dem Land Niedersachsen - dem ehemals größten VW-Aktionär mit heute knapp über 20 Prozent - und der Piëch- Seite kommt es zu einem Kompromiss. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking kann in den VW-Aufsichtsrat einziehen.Bild 6 von 28 24. März 2007: Porsche stockt seinen Anteil an VW auf knapp 31 Prozent auf. Der Sportwagenbauer plane aber keine Komplettübernahme, heißt es.Bild 7 von 28 26. Juni 2007: Der Sportwagenhersteller bündelt die Porsche AG und die knapp 31 Prozent schwere Beteiligung am VW-Konzern in der Europäischen Aktiengesellschaft Porsche Automobil Holding SE.Bild 8 von 28 17. September 2007: Der VW-Betriebsrat reicht beim Arbeitsgericht Stuttgart Klage gegen Porsche ein. Die Mitbestimmungsvereinbarung der neuen Porsche Holding gehe zulasten der VW-Belegschaft.Bild 9 von 28 3. März 2008: Der Porsche-Aufsichtsrat gibt grünes Licht für die Aufstockung der VW-Anteile auf über 50 Prozent für knapp zehn Milliarden Euro.Bild 10 von 28 24. April: Auf der VW-Hauptversammlung gibt es im Streit zwischen den beiden Großaktionären Porsche und Niedersachsen keine Einigung.Bild 11 von 28 Nach dem Willen von Porsche soll die für wichtige Entscheidungen auf der Hauptversammlung nötige qualifizierte Mehrheit von 80 Prozent auf 75 Prozent gesenkt werden. Dies richtet sich vor allem gegen das Land Niedersachsen.Bild 12 von 28 29. April: Im Machtkampf mit dem VW-Betriebsrat erringt Porsche vor Gericht einen Sieg. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh scheitert mit dem Antrag, die Mitbestimmungsvereinbarung der Porsche Holding zu kippen.Bild 13 von 28 22. Mai: Die Bundesregierung einigt sich über die Neufassung des VW- Gesetzes und will zunächst an der starken Stellung des Landes Niedersachsen festhalten.Bild 14 von 28 5. Juni: Der Streit um das VW-Gesetz eskaliert: Die EU-Kommission leitet ein neues Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland ein.Bild 15 von 28 27. August: IG Metall-Chef Berthold Huber sagt einen für 10. September geplanten «Friedensgipfel» zwischen Porsche und VW im Mitbestimmungsstreit ab. Er sieht keine Chance auf eine Einigung.Bild 16 von 28 9. September: Die EU-Kommission kündigt an, die Bundesregierung erneut vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen der Sonderrechte bei VW verklagen zu wollen.Bild 17 von 28 12. September: Der Kampf um die Macht bei Volkswagen spitzt sich mit einem massiven Eklat im VW-Aufsichtsrat dramatisch zu. Im Kontrollgremium der Wolfsburger kommt es zum großen Knall zwischen den Eigentümer-Clans.Bild 18 von 28 Piëch, der selbst Miteigentümer von Porsche ist, fällt dem Sportwagenbauer in den Rücken. Er lässt den Antrag der Arbeitnehmerseite passieren, wonach Geschäfte zwischen Porsche und Audi nur mit Zustimmung des VW-Aufsichtsrates möglich sein sollen.Bild 19 von 28 16. September: Der Sportwagenbauer Porsche übernimmt die Kontrolle bei VW. Die Stuttgarter stocken ihren Anteil auf 35,14 Prozent auf.Bild 20 von 28 24. Oktober: Nach einem «Friedensgipfel» der Familien Porsche und Piëch in Salzburg tritt Porsche bei der VW-Mehrheitsübernahme aufs Gas. Beide Familien wollten nun an einem Strang ziehen.Bild 21 von 28 26. Oktober: Wiedeking verkündet, den Anteil an VW auf 75 Prozent ausbauen zu wollen. Porsche hat seinen Anteil an VW auf 42,6 Prozent aufgestockt und hält weitere 31,5 Prozent in Form von Optionen.Bild 22 von 28 Die Nachricht löst einen Kursanstieg der VW-Aktie bis auf über 1000 Euro aus, weil sich sogenannte Leerverkäufer mit geliehenen Aktien verspekuliert haben.Bild 23 von 28 29. Oktober: Porsche stoppt den wilden Höhenflug der VW-Aktie. Nachdem der Sportwagenhersteller einige Optionen auf Papiere von Europas größtem Autobauer verkauft, fällt der Kurs deutlich.Bild 24 von 28 13. November: Der Bundestag verabschiedet die umstrittene Neufassung des VW-Gesetzes mit großer Mehrheit.Bild 25 von 28 26. November: Wiedeking kündigt an, der Sportwagenbauer werde seine Mehrheit an VW voraussichtlich doch nicht mehr 2008 auf über 50 Prozent erhöhen. Grund ist der weiterhin hohe Kurs der VW-Aktie.Bild 26 von 28 15. Dezember: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh übernimmt den Vorsitz im Betriebsrat der Porsche-Holding. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück wird sein Stellvertreter.Bild 27 von 28 5. Januar 2009: Porsche hat sich die Mehrheit an Volkswagen gesichert. Die Beteiligung ist auf 50,76 Prozent der Stammaktien gestiegen. Durch die Mehrheit am VW-Konzern hat Porsche zugleich die mittelbare Kontrolle am schwedischen Nutzfahrzeugbauer Scania erlangt.Bild 28 von 28