Bekannte Steuerhinterzieher: Prominente und der Fiskus
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Nicht nur der ehemalige Postchef Klaus Zumwinkel wurde 2008 wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Er kann er sich mit einem Gedanken trösten:Bild 1 von 74 Er ist nicht allein.Bild 2 von 74 Immer mal wieder bekommen Prominente Probleme mit dem Fiskus.Bild 3 von 74 Eines der prominentesten Beispiele ist wohl Peter Graf, Vater von Tennis-Wunderkind Steffi Graf.Bild 4 von 74 1997 wurde er wegen Steuerhinterziehung von rund zwölf Milllionen Mark schuldig gesprochen.Bild 5 von 74 Das Urteil: Eine Haftstrafe von 3 Jahren und neun Monaten.Bild 6 von 74 Nach der Hälfte der Zeit wurde er auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen.Bild 7 von 74 Das Ermittlungsverfahren gegen Steffi Graf selbst wurde gegen eine Geldauflage eingestellt.Bild 8 von 74 Sie konnte glaubhaft erklären, nicht von den Finanzgeschäften ihres Vaters gewusst zu haben.Bild 9 von 74 Jahre später bot Vater Graf einem anderen Wunderkind bei Finanzfragen seine Hilfe an:Bild 10 von 74 Boris Becker, seit Mitte der 80er Jahre offiziell wohnhaft in Monaco.Bild 11 von 74 Allerdings ließ sich Becker dann doch zu oft in München blicken, wo er angeblich nur "ein spartanisches Zimmer" hatte.Bild 12 von 74 Vor Gericht gab Becker dann zu, ab 1991 in München gewohnt zu haben.Bild 13 von 74 Das öffentliche Geständnis lohnte sich, Becker kam noch glimpflich davon.Bild 14 von 74 Das Münchner Landgericht verurteilte ihn wegen Steuerhinterziehung in Höhe von umgerechnet 1,7 Millionen Euro zu einer Geldstrafe von 500.000 Euro und zwei Jahren Haft auf Bewährung.Bild 15 von 74 Ein anderes Modell zum Steuersparen hatte Springreiter und Geschäftsmann Paul Schockemöhle gewählt.Bild 16 von 74 Er hatte hohe Summen Geld über Stiftungen in Liechtenstein versteckt.Bild 17 von 74 1996 wurde Schockemöhle wegen Steuerhinterziehung zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.Bild 18 von 74 Zudem musste er 22,6 Millionen Mark Steuern nachzahlen.Bild 19 von 74 Vergleichsweise harmlos sind dagegen die Sparbemühungen von Fußballer Michael Ballack.Bild 20 von 74 Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft hatte bei der Rückkehr aus Dubai eine knapp 2.000 Euro teure Handtasche für seine Freundin nicht ordnungsgemäß beim Zoll angemeldet.Bild 21 von 74 Nach Zahlung von 70.000 Euro wurde das Verfahren wegen Steuerhinterziehung 2006 eingestellt.Bild 22 von 74 Schlagersänger Patrick Lindner wurde ein Jahr vorher, im November 2005, zu einer Geldstrafe von 150.000 Euro wegen Steuerhinterziehung verurteilt.Bild 23 von 74 Nach Ansicht des Landgerichts München verschwieg er Einnahmen in Höhe von 100.000 Euro.Bild 24 von 74 Den Richtern zufolge hatte Lindner Verluste aus der Vermietung seiner Villa an seinen damaligen Freund beim Finanzamt angegeben, obwohl er dort auch selbst wohnte.Bild 25 von 74 Sängerkollege Freddy Quinn musste sich ebenfalls vor Gericht verantworten.Bild 26 von 74 Er hatte seinen Wohnsitz in der Schweiz angegeben, obwohl er doch lieber in Hamburg lebte.Bild 27 von 74 Von 1996 bis 2001 sparte er auf diese Weise rund 900.000 Euro.Bild 28 von 74 Weil er mit den Behörden eng zusammenarbeitete, fiel das Urteil im November 2004 milde aus: Ein Bußgeld in Höhe von 150.000 Euro und zwei Jahre Haft auf Bewährung.Bild 29 von 74 Die nach Belgien umgesiedelte Fernsehmoderatorin Margarethe Schreinemakers geriet in den 90er Jahren ebenfalls wegen Ärger mit dem Fiskus in die Schlagzeilen. (Im Bild mit Karin Waigel, der Exfrau des damaligen Bundesfinanzminsters)Bild 30 von 74 Schreinemakers zufolge wurde das Steuerstrafverfahren jedoch schuldlos eingestellt.Bild 31 von 74 Auch in Politik und Wirtschaft werden gelegentlich Steuersünder ertappt.Bild 32 von 74 Einer der Aufsehen erregendsten Fälle war wohl die Flick-Affäre, die in den 80ern die Republik erschütterte. (Im Bild: Helmut Kohl und Rainer Barzel, der nach - letztlich unbegründeten - Vorwürfen im Zuge der Affäre als Bundestagspräsident zurücktrat.)Bild 33 von 74 Nach einem Verkauf von Daimler-Benz-Aktien im Wert von fast zwei Milliarden Mark beantragte der Flick-Konzern beim Bundeswirtschaftsministerium eine Steuerbefreiung für "volkswirtschaftlich förderungwürdige" Reinvestitionen.Bild 34 von 74 Die Steuerschuld hätte bei 986 Millionen Mark gelegen.Bild 35 von 74 Die beiden FDP-Wirtschaftsminister Hans Friderichs (links) sowie sein Nachfolger Otto Graf Lambsdorff (Mitte) erteilten die Genehmigungen.Bild 36 von 74 Das Pikante dabei: Friderichs und Lambsdorff (sowie etliche andere Politiker von CDU und SPD) hatten zuvor Geld vom Flick-Konzern erhalten.Bild 37 von 74 Der Vorwurf der Bestechlichkeit lag nahe. Verurteilt wurden Friderichs und Lambsdorff letztlich jedoch nur wegen Steuerhinterziehung sowie Beihilfe zur Steuerhinterziehung.Bild 38 von 74 Otto Graf Lambsdorff musste 180.000 Mark Strafe zahlen. Außerdem kostete ihn die Affäre sein Ministeramt.Bild 39 von 74 Sein Amtsvorgänger Friderichs kam günstiger davon: Er wurde zu einer Geldstrafe von 61.500 Mark verurteilt.Bild 40 von 74 Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch, der sich für den Konzern um die "Pflege der politischen Landschaft" gekümmert hatte, ...Bild 41 von 74 ... musste 550.000 Mark wegen Steuerhinterziehung zahlen.Bild 42 von 74 Glimpflich ging die Affäre dagegen für den Unternehmer Friedrich Karl Flick aus.Bild 43 von 74 Er wurde nie verurteilt ...Bild 44 von 74 ... und konnte tatsächlich 1,5 Milliarden des Verkaufserlöses aus den Daimler-Benz-Aktien steuerbegünstigt wieder anlegen.Bild 45 von 74 Mehr Pech hatte der bayerische Bäderkönig Eduard Zwick, der über beste Verbindung zu Politikergrößen des Freistaates verfügte. (Rechts im Bild zusammen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß)Bild 46 von 74 1993 kam heraus, dass Bayern dem Thermalbad-Unternehmer rund 70 Millionen Mark Steuerschulden erlassen hatte. Zwick musste hierfür 8,3 Millionen Mark Abstandszahlungen leisten.Bild 47 von 74 Gegen die Rückzahlung der gesamten Steuerschuld wehrte sich Zwick, der sich sicherheitshalber bereits 1982 in die Schweiz abgesetzt hatte. Erst nach seinem Tod 1998 gingen 65 weitere Millionen aus seinem Nachlass in Bayern ein.Bild 48 von 74 Zwicks Sohn Johannes wurde dagegen in einem Steuerverfahren freigesprochen.Bild 49 von 74 Im Zusammenhang mit dem Zwick-Skandal kam es auch zu einem Verfahren gegen den ehemaligen CSU-Minster Gerold Tandler.Bild 50 von 74 Dieser hatte sich von Zwick 700.000 Mark geliehen und stand im Verdacht, dem Unternehmer bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben.Bild 51 von 74 Gegen eine Geldauflage von 150.000 Mark wurde das Verfahren schließlich eingestellt.Bild 52 von 74 Der gute Draht zu Strauß ...Bild 53 von 74 ... lohnte sich auch für Waffenhändler Karlheinz Schreiber, gegen den in Deutschland ein Haftbefehl vorliegt.Bild 54 von 74 Dem Rüstungslobbyisten wird nicht nur Bestechung von Politikern in großem Stil vorgeworfen.Bild 55 von 74 Er soll auch in diesem Zusammenhang mindestens 20 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben.Bild 56 von 74 Der ehemalige Staatssekretär im Verteidigungsministerium und Ex-Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Ludwig-Holger Pfahls, wurde dagegen zur Rechenschaft gezogen.Bild 57 von 74 Nach fünfjähriger Flucht wurde er 2004 in Paris gefasst und wenig später vor Gericht gestellt.Bild 58 von 74 Pfahls zeigte sich geständig und gab zu, ...Bild 59 von 74 ... dass er von Schreiber für Rüstungsgeschäfte umgerechnet an die zwei Millionen Euro Schmiergeld angenommen und nicht versteuert hatte.Bild 60 von 74 Das Urteil: 27 Monate Gefängnis.Bild 61 von 74 Im September 2005 wurde er nach der Hälfte seiner Haftstrafe entlassen.Bild 62 von 74 Im Zusammenhang mit Schreibers Waffengeschäften und damit verbundener Steuerhinterziehung wurden auch die ehemaligen Thyssen-Manager Winfried Haastert (l) und Jürgen Maßmann (r) im Januar 2007 verurteilt.Bild 63 von 74 Ihnen wird vorgeworfen, Schreiber bei der falschen Abrechnung eines Panzer-Geschäfts mit Saudi-Arabien geholfen zu haben.Bild 64 von 74 Mindestens 2,7 Millionen Mark wurden auf diese Weise hinterzogen.Bild 65 von 74 2007 ging auch das größte Steuerverfahren gegen eine Einzelperson in Deutschland zu Ende.Bild 66 von 74 Angeklagt war der Gründer des VIP Medienfonds, Andreas Schmid, Mitproduzent von Filmen wie "Das Parfüm". In dem Verfahren ging es um die Hinterziehung von 55 Millionen Euro.Bild 67 von 74 Der Fondsmanager wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt. Auch muss er Steuern in Millionenhöhe nachzahlen.Bild 68 von 74 Sein Kompagnon Andreas Grosch erhielt zwei Jahre auf Bewährung sowie die Auflage einer Geldbuße von 30.000 Euro.Bild 69 von 74 Im Vergleich zu Schmidt kam Fonds-Manager Christian Lauritzen noch glimpflich davon.Bild 70 von 74 Lauritzen, der für die Berliner Bankengesellschaft Immobiliengeschäfte verwaltete, wurde 2006 wegen Steuerhinterziehung zu elf Monaten auf Bewährung und 200.000 Euro Strafzahlung verurteilt.Bild 71 von 74 Ein weiteres Steuerverfahren läuft gegen den Betriebsrat der Gewerkschaft AUB bei Siemens, Wilhelm Schelsky.Bild 72 von 74 Schelsky soll mehr als 15 Millionen Euro nicht versteuert haben.Bild 73 von 74 Seit dem Herbst vergangenen Jahres sitzt er in Untersuchungshaft.Bild 74 von 74
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