Bilderserie
Dienstag, 23. November 2010

Entwicklung der Müllabfuhr im Weltraum: Auf dem Mond in Bremen

Bild 1 von 11
Zentimeter für Zentimeter krabbelt der Roboter durch den Mondkrater. Plötzlich gerät er auf dem steilen Hang leicht ins Rutschen. Eines seiner sechs Beine verfängt sich in einem tiefen Loch. (Foto: dpa)

Zentimeter für Zentimeter krabbelt der Roboter durch den Mondkrater. Plötzlich gerät er auf dem steilen Hang leicht ins Rutschen. Eines seiner sechs Beine verfängt sich in einem tiefen Loch.

Zentimeter für Zentimeter krabbelt der Roboter durch den Mondkrater. Plötzlich gerät er auf dem steilen Hang leicht ins Rutschen. Eines seiner sechs Beine verfängt sich in einem tiefen Loch.

"Das macht nichts. Da kommt er raus", sagt der Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Wolfgang Wahlster, in Bremen. Dort können Wissenschaftler seit neuestem Roboter in einer künstlichen Mondlandschaft testen.

In der fast 300 Quadratmeter großen Halle ist ein Krater vom Südpol des Erdtrabanten nachgebildet. Als Vorlage dienten Aufnahmen der Apollo 16-Mission.

Steiniger Boden, zerklüftete Hänge und scharfkantiger Sand - der Einsatz auf dem aus Glasfaserkunststoff hergestellten Untergrund ist kein Spaziergang für den "Space Climber".

Der am DFKI entwickelte Kletter-Roboter soll in der Halle für einen möglichen Einsatz auf dem Erdtrabanten fit gemacht werden.

Da er sich nur langsam bewegen kann, arbeitet er im Team: Huckepack fährt er auf einem anderen Roboter mit, der auf Rädern rollt. Auf einem vier Meter hohen Plateau und einer verstellbaren Rampe soll dieser die Bodenstrukturen auf dem Mond ausprobieren können.

In der zehn Meter hohen Halle können die Forscher außerdem simulieren, wie sich zwei Satelliten annähern. Das soll bei der Entwicklung eines Systems helfen, das Weltraumschrott einsammelt.

18 Monate hat das DFKI an der künstlichen Mondlandschaft gebaut. Die Ausstattung der Halle ist weltweit einzigartig. Die Europäische Weltraumbehörde ESA hat bereits Interesse daran angemeldet.

Auch andere Forschungseinrichtungen und die Raumfahrtindustrie sollen die rund 600.000 Euro teure Anlage in Bremen nutzen können.

Im kommenden Frühjahr will das Robotik-Institut mit dem Bau eines großen Unterwasserbeckens beginnen.

Im kommenden Frühjahr will das Robotik-Institut mit dem Bau eines großen Unterwasserbeckens beginnen. Dort sollen dann wasserfeste Modelle des Kletter-Roboters wie unter Schwerelosigkeit trainieren. (Text: Irena Güttel, dpa)

weitere Bilderserien