Das Klonschaf "Dolly" ist wohl das bekannteste Schaf der Welt.Bild 1 von 58 Es wurde im Februar 1997 als wissenschaftliche Sensation der Öffentlichkeit präsentiert und sein Leben lang von den Medien begleitet.Bild 2 von 58 Aber was zeichnet Schafe, die auch als die "Kühe des armen Mannes" bezeichnet werden, eigentlich noch aus?Bild 3 von 58 Schafe sind genügsame und robuste Tiere, ...Bild 4 von 58 | Foto: picture alliance/dpa... die sich sowohl an die klimatischen Bedingungen ...Bild 5 von 58 ... als auch an das vorherrschende Futterangebot hervorragend anpassen können.Bild 6 von 58 Sie gelten als sanftmütig und harmlos. Daher kommt auch die Bezeichnung "lammfromm".Bild 7 von 58 Wegen dieser Eigenschaften werden Schafe sogar als Therapietiere eingesetzt.Bild 8 von 58 Sie haben aber auch den Ruf, dumm zu sein.Bild 9 von 58 In einigen wissenschaftlichen Studien konnte jedoch das Gegenteil bewiesen werden.Bild 10 von 58 Schafe können sich beispielsweise mehr als 50 Gesichter ihrer Artgenossen über zwei Jahre lang merken, ...Bild 11 von 58 ... denn Schafe sind Herdentiere und haben ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.Bild 12 von 58 Zu einer Schafherde können bis zu 300 Tiere gehören.Bild 13 von 58 Schafe gehören zu den ältesten Haustieren auf der Welt.Bild 14 von 58 Experten nehmen an, dass Schafe bereits vor mehr als 9.000 Jahren v.u.Z. fast überall auf der Welt domestiziert wurden.Bild 15 von 58 In Europa wurden die verschiedenen Rassen höchstwahrscheinlich aus dem wild lebenden Mufflon gezüchtet.Bild 16 von 58 Die in Asien lebenden Schafe dagegen stammen von den dort lebenden Steppenschafrassen (Uriale) ab.Bild 17 von 58 Schafe gehören, genau wie Gämse und Moschusochsen, zur Familie der Ziegenartigen.Bild 18 von 58 Durch ihre vielseitige Nutzbarkeit und Anspruchslosigkeit sind Schafe vor allem in kargen Gebieten auf der Welt beliebte und weit verbreitete Nutztiere.Bild 19 von 58 Schafmilch, ...Bild 20 von 58 ... Schafwolle, ...Bild 21 von 58 ... Schaffelle und Schafhaut als Leder ...Bild 22 von 58 ... sowie das Fleisch der Tiere sind beliebte und weit verbreitete Produkte.Bild 23 von 58 Zudem werden bis heute Instrumentensaiten ...Bild 24 von 58 ... und Saiten für Tennisschläger aus Schafsdärmen gefertigt.Bild 25 von 58 Unglaublich, aber wahr: bis heute werden für Latex-Allergiker Kondome aus Schafsdärmen hergestellt. (Kondom aus Schafsdarm von 1813)Bild 26 von 58 Diese schützen zwar vor ungewollter Schwangerschaft, nicht jedoch vor einer Ansteckung mit dem gefährlichen HI-Virus und anderen Geschlechtskrankheiten.Bild 27 von 58 Die durch die Schafschur gewonnenen Schurwolle gehört zu den nachwachsenden Rohstoffen.Bild 28 von 58 Die gereinigte Wolle der Tiere wird maschinell versponnen ...Bild 29 von 58 ... und als Wollfaden vielfältig weiterverabeitet.Bild 30 von 58 Produkte aus reiner Schurwolle sind besonders flauschig und wärmend.Bild 31 von 58 Außerdem kommt behandelte Schurwolle auch als natürliches Dämmmaterial zum Einsatz.Bild 32 von 58 Das dichte Haarkleid der Tiere hat zwei Schichten. Die äußeren, groben, gekräuselten Haare schützen die Tiere vor der Witterung, vor Nässe, Regen und Schnee.Bild 33 von 58 Die inneren, feinen, glatten Haare wärmen die Schafe. Jedes einzelne Haar ist mit einer Schutzschicht aus körpereigenem Lanolin umhüllt. So kann Feuchtigkeit nicht eindringen.Bild 34 von 58 Jahrtausendelange Züchtungen haben dem Schaf sein dickes Wollkleid verschafft. Je nach Rasse kommen zwischen drei und sechs Kilogramm Wolle pro Schur zusammen.Bild 35 von 58 In Deutschland werden Schafe einmal im Jahr zwischen April und Ende Mai geschoren.Bild 36 von 58 Durch preiswerte Wollimporte aus Australien und Neuseeland spielt die Wollproduktion in Deutschland aber eine untergeordnete Rolle.Bild 37 von 58 Das wohlbekannte schwarze Schaf übrigens ist deshalb in Verruf geraten, weil seine Wolle in vergangenen Zeiten nicht gefärbt werden konnte.Bild 38 von 58 Die Wolle eines einzigen schwarzen Schafes senkte den Wert der Wolle der gesamten Herde. Schwarze Schafe wurden daher oft schon als Lämmer aussortiert.Bild 39 von 58 In Deutschland werden Schafe vor allem zur Fleischproduktion ...Bild 40 von 58 ... sowie als Landschafts- und Deichpfleger gehalten.Bild 41 von 58 Schafe werden oftmals auch als natürliche Rasenmäher bezeichnet, weil sie durch ausgiebiges Fressen alle Pflanzen kurz halten ...Bild 42 von 58 ... und so die Landschaften vor Versteppung und Verwaldung bewahren.Bild 43 von 58 Dabei treten sie mit ihren paarig angeordneten Hufen den Untergrund fest. Ihr Kot düngt gleichzeitig den Boden.Bild 44 von 58 Besonders bei der Verdichtung und Pflege von Deichen leisten Schafe einen großen Beitrag.Bild 45 von 58 An der Nordsee beispielsweise gehören sie als Selbstverständlichkeit zum Landschaftsbild dazu.Bild 46 von 58 Die Haltung von Schafen auf eingezäunten Weiden oder Deichen wird als Koppelhaltung bezeichnet.Bild 47 von 58 Diese Haltungsart ist vorherrschend in Deutschland.Bild 48 von 58 Ihr gegenüber steht die so genannte Hütehaltung.Bild 49 von 58 Der Tierwirt mit dem Schwerpunkt Schafzucht oder kurz Schäfer hütet seine Tiere auf nicht eingezäunten Weiden und kümmert sich um sie.Bild 50 von 58 Wanderschäfer ziehen mit ihrer Herde von Futterweide zu Futterweide. Hilfe hat der Schäfer durch ein bis zwei Hüte- oder Schäferhunde.Bild 51 von 58 Wanderschäfer sind vierundzwanzig Stunden am Tag und meistens sieben Tage in der Woche bei ihrer Herde im Freien. Sie sind für die Tiere, deren Schutz und Gesundheit verantwortlich.Bild 52 von 58 Wanderschäfer werden immer seltener, weil es immer weniger frei zugängliche Flächen gibt und die Wanderungen durch zahlreiche Straßen und Verkehr behindert werden.Bild 53 von 58 Für deutsche Schafzüchter und Schäfer ist die Lämmermast besonders rentabel.Bild 54 von 58 Die Paarungszeit von Schafen in Europa ist im Herbst. Der Schafbock kann auch als Widder bezeichnet werden.Bild 55 von 58 Das weibliche Schaf, das auch als Zibbe oder Aue bezeichnet wird, bekommt nach einer Tragzeit von ungefähr fünf Monaten ein bis zwei Lämmer.Bild 56 von 58 Lämmer heißen die Tiere, solange sie nicht älter als ein Jahr sind, ...Bild 57 von 58 ... wenn sie überhaupt so alt werden, denn Lammfleisch ist in Deutschland vor allem zur Osterzeit gefragt. (Alle Bilder: AP, dpa, Reuters)Bild 58 von 58