| SA | 9° / 23° |
| SO | 11° / 22° |
Winterlandschaften mit Schnee und Eis sind schön anzuschauen ...
... und vermitteln etwas Beruhigendes.
Allerdings nur, wenn man warm genug angezogen ist ...
... und weiß, wo man sich schnell wieder aufwärmen kann.
Ist das nicht der Fall, kann die Kälte für uns Menschen lebensbedrohlich sein, ...
... und sogar zum Tod durch Erfrieren führen.
Was passiert in unserem Körper, wenn wir frieren?
Jeder kennt das. Wenn im Winter die Temperaturen fallen, wird uns kalt.
Zuerst werden die Hände ...
... dann die Füße kalt, ...
...danach folgt das Gesicht, ...
... bis man schließlich anfängt, am ganzen Körper zu zittern.
Das Zittern ist eine Reaktion des Körpers auf Kälte. Es gehört zur Überlebensstrategie gegen den Kältetod.
Durch das rückartige Zusammenziehen der Muskulatur wird Wärme freigesetzt, die dem Körper allerdings nur von Nutzen ist, ...
... wenn sie durch Kleidung am Körper gehalten wird.
Gleichzeitig entsteht eine Gänsehaut. Um weniger Wärme nach außen abzugeben, ziehen sich die Gefäße in der Haut zusammen und die feinen Haare werden aufgestellt.
Auch Tiere stellen die Haare ihres Fells auf, um sich vor Kälte und Unterkühlung zu schützen.
Die Körperbehaarung des Menschen reicht jedoch nicht mehr aus, um ihn effektiv vor Unterkühlung oder Erfrierungen zu schützen. Deshalb werden weitere Mechanismen in Gang gesetzt.
Von den Kälterezeptoren in der Lederhaut wird ein Befehl an das Nervensystem gegeben, die Blutgefäße zu verengen.
So gelangt weniger Blut an die Körperoberfläche, um dort Wärme abzugeben, und es fließt weniger abgekühltes Blut zurück. Dadurch bleibt den Organen im Körper Wärme erhalten.
Durch Zittern, Gänsehaut und Verengen der Blutgefäße versucht der menschliche Körper, die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.
Für den Ablauf von lebensnotwendigen Stoffwechselreaktionen in den Organen ist das Aufrechterhalten der Körpertemperatur von hoher Bedeutung.
Deshalb werden auch die inneren Organe im Brust- und Bauchraum bevorzugt behandelt. Hände und Füße kühlen viel schneller ab und verlieren durch weniger Durchblutung an Körpertemperatur.
Allerdings ist das Kälteempfinden von Menschen sehr unterschiedlich.
Kinder frieren im allgemeinen scheller als Erwachsene ...
... und sollten deshalb bei frostigen Temperaturen nur mit guter Winterbekleidung im Freien spielen.
Ebenso frieren Frauen meistens schneller als Männer.
Aber das Kälteempfinden ist trainierbar.
Wechselwarmes Duschen und Fußbäder gehören genauso dazu ...
... wie regelmäßige Saunabesuche und Spaziergänge.
Sehr sinnvoll ist der Muskelaufbau, da Muskeln sogar im Ruhezustand mehr Wärme produzieren als anderes Gewebe.
Zudem sollte man sich wetter- oder besser temperaturgerecht kleiden. Lange Unter- oder Strumpfhosen sollte man nur tragen, wenn es wirklich nötig ist.
Arbeits- und Büroräume sollten eine Raumtemperatur um die 20 Grad Celsius haben. Nicht wärmer!
Dass Glühwein wärmt, ist ein Trugschluss, denn Alkohol erweitert kurzfristig die Blutgefäße. So gelangt zum einen mehr Wärme nach außen und zum anderen wird dem Körper Wärme vorgegaukelt, die nicht vorhanden ist.
Bei großem Alkoholgenuss werden die Kälterezeptoren der Haut betäubt. Die normalen Abwehrmechanismen des Körpers gegen Unterkühlung fallen aus.
Auch aufs Rauchen sollte man bei niedrigen Temperaturen verzichten. Nikotin ist nicht nur das stärkste Gefäßgift, es verengt auch zusätzlich die Gefäße.
Doch nicht nur geringe Außentemperaturen lassen uns Menschen frieren.
Traumatische Ereignisse, ...
... soziale Isolation, ...
... Schlafdefizit, ...
... eine zu geringe Aufnahme von Nährstoffen, ...
... verschiedene Erkrankungen und hohes Fieber können uns frieren lassen.
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