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Sonntag, 16. April 2006

Murmel-WM in Tinsley: Deutsche schlagen Briten

Bei größeren Mengen an Ale und Lagerbier hat ein deutsches Team die "Weltmeisterschaft im Murmeln" in Tinsley Green am Stadtrand von London gewonnen. Die Murmler des 1. MC Erzgebirge hätten "die ruhigeren Hände behalten", teilten die Organisatoren des traditionsreichen Turniers am Ostersonntag mit.

Das Team aus dem sächsischen Städtchen Neukirchen verwies die Kugelroller des Südlondoner Clubs Handcross 49ers mit 35 zu 10 auf den zweiten Rang. "Die Deutschen waren einfach disziplinierter", sagte Sam McCarthy-Fox, Organisator der "Britischen und Weltmeisterschaften im Murmeln", die seit 1932 ausgetragen werden. "Unsere Teams waren wieder zu schnell beim Bierfassen - das führte zu gewissen Konzentrationsmängeln."

Mehrere Hundert Schaulustige verfolgten das Turnier, das alljährlich am Karfreitag auf dem Parkplatz des Pubs "Greyhound" unweit des Londoner Flughafens Gatwick stattfindet. Während im vergangenen Jahr ein britisches Team siegte, hatten 2002 bis 2004 drei Mal Deutsche gewonnen.

Der Brauch des Karfreitags-Murmelns in Tinsley Green geht auf die Herrschaftszeit von Elizabeth I. (1558-1603) zurück. Der Legende nach entschieden damals mehrere Jünglinge ihren Streit um die Hand einer schönen Dorfbewohnerin durch ein Murmelspiel. Heutzutage geht es nur um einen Silberpokal. Beteiligt waren diesmal 18 britische und fünf deutsche Teams.

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