Mittwoch, 21. Dezember 2005
Böse Überraschung: Die Braut hieß Ahmed
Nach dreijähriger Verlobungszeit hat ein Ägypter am Hochzeitstag zur Kenntnis nehmen müssen, dass seine züchtig verschleierte Braut in Wirklichkeit ein Mann ist. Wie die Kairoer Tageszeitungen am Mittwoch berichteten, saß das Paar in Kairo beim "Masun", der sie nach islamischem Recht verheiraten sollte, als sich unter den Hochzeitsgästen Unruhe breit machte. Eine Frau erklärte, die Braut, die stets Kopftuch und Gesichtsschleier trug, sei ein junger Mann. So musste Tamer Saber (26) erkennen, dass seine "Mona" tatsächlich "Ahmed" heißt.
Der 18-jährige Ahmed sagte später bei der Polizei aus, er plane seit Jahren eine Geschlechtsumwandlung, habe aber bisher keinen Arzt gefunden, der bereit gewesen sei, ihn zu operieren. Er habe Tamer direkt nach der Hochzeit die Wahrheit sagen wollen, in der Hoffnung, dass dieser weiter mit ihm zusammen leben wolle. Die verhinderte Braut wurde wegen "Vorspiegelung falscher Tatsachen" für 45 Tage ins Gefängnis gesteckt.
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