12.02.2012 13:43 Uhr Frankfurt 12:43 Uhr London 07:43 Uhr New York 21:43 Uhr Tokio
Suche
Panorama

Dienstag, 13. Juni 2006

Patient verschwunden: Drei Tage lang im Fahrstuhl

Ein Patient eines Berliner Krankenhauses hat drei Tage lang in einem defekten Aufzug festgesteckt, ohne dass dies vom Klinikpersonal bemerkt wurde. Der 68-jährige Rollstuhlfahrer war am Freitag vor einer Untersuchung aus dem Benjamin-Franklin-Klinikum spurlos verschwunden und auch nach einer Suchaktion der Polizei nicht wieder aufgetaucht.

Erst am Montagabend wurde der Mann schließlich im Aufzug entdeckt, sagte Charit-Sprecherin Kerstin Endele und bestätigte einen Bericht der Berliner "B.Z.". Dem Patienten gehe es den Umständen entsprechen gut, sagte Endele. Er sei trotz seiner Tortur ansprechbar und werde nun noch einmal gründlich im Krankenhaus untersucht.

Der gehbehinderte 68-Jährige war am Freitag als Bewohner eines Seniorenstiftes im Krankentransporter zu einer Augenuntersuchung in die Klinik gebracht worden. Als er aufgerufen wurde, konnten ihn weder Ärzte noch Pfleger finden. Gerüchten zufolge hatte sich der Patient von einem Passanten im Rollstuhl in den Aufzug schieben lassen, um heimlich eine Zigarette zu rauchen. Der Aufzug blieb dann unbemerkt stecken, hieß es. Der Mann soll eine leichte geistige Behinderung haben und hat vermutlich den Alarmknopf nicht gedrückt.

Dass der Aufzug drei Tage lang nicht funktionierte, war im Krankenhaus nicht aufgefallen. Der Aufzug ist einer von mehreren, die nebeneinander in die Höhe und Tiefe fahren. Weder das Personal noch Patienten, Besucher oder Techniker bemerkten bis Montagabend den Defekt.

Artikel versenden

Patient verschwunden: Drei Tage lang im Fahrstuhl

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.