Mittwoch, 30. März 2005
Drei Schwerverletzte, ein Toter: Haus in Einbeck explodiert
Eine Brandstiftung im niedersächsischen Einbeck hat einen Millionenschaden angerichtet und vermutlich ein Todesopfer gefordert. Der Tote könnte nach Polizeiangaben der Besitzer eines Wohn- und Geschäftshauses sein. "Wir gehen davon aus, dass er unter den Trümmern liegt und ermitteln in Richtung Brandstiftung", sagte Polizeisprecher Lothar Dolle.
Nach ersten Erkenntnissen hat der Mann eine Explosion ausgelöst und damit ein Großfeuer in einem historischen Stadtviertel verursacht. Fünf wertvolle Fachwerkhäuser aus der Weserrenaissance wurden fast vollständig zerstört. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.
Anwohner hatten gegen halb zwei Uhr nachts Feuerwehr und Polizei alarmiert, weil starker Geruch nach Benzin oder einer ähnlichen Flüssigkeit aus dem Haus drang. "In dem Moment, als die Männer in das Treppenhaus kamen, ist das Haus explodiert", sagte der Polizeisprecher. Vermutlich habe es der Besitzer angezündet. Zwei Feuerwehrleute und ein Polizeibeamter wurden schwer verletzt, als sie das Haus wenige Sekunden vor der heftigen Explosion betraten. Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen.
Die Flammen seien in dem engen Altstadtquartier sofort auf die Nachbargebäude übergesprungen. Das explodierte Haus, in dem sich ein Textilgeschäft befand, sowie eine Schlachterei brannten vollständig aus. Drei Nachbargebäude drohen einzustürzen. Die 30 Bewohner der Gebäude konnten unbeschadet in Sicherheit gebracht werden. An den Löscharbeiten waren 175 Feuerwehrleute beteiligt. Sie dauerten bis zum Vormittag.
Die Suche nach dem vermissten Hausbesitzer wird nach Polizeiangaben erst in den kommenden Tagen beginnen können. Große Glutnester und glühende Eisenteile in dem Haus müssten erst abkühlen.
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