Sonntag, 19. Februar 2006
Genverändertes Virus: MKS-Alarm in der Türkei
Ein genetisch verändertes Virus hat in der Türkei zu einer sprunghaften Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche bei Rindern geführt. Nachdem die Seuche zum ersten Mal seit Jahren auch wieder im europäischen Teil des Landes aufgetreten sei, befürchte die Europäische Union, dass die Seuche über Griechenland und Bulgarien in die EU eingeschleppt werden könne, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag.
Die EU habe deshalb zwei Seuchenexperten in die Türkei geschickt und wolle 2,5 Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen. Da es gegen die Maul- und Klauenseuche keine spezifische Behandlung gibt, sind vorbeugende Impfungen das einzige Mittel, um Ausbruch und Verbreitung der Tierseuche zu verhindern.
In Rinderzuchten in Tekirdag und Kirklareli im türkischen Teil Thrakiens wurden 55 Tiere nach Auftreten der Seuche vorsorglich getötet. Das Töten ganzer Bestände sei in der Türkei normalerweise nicht üblich, weil die Entschädigungszahlungen den Staat zu teuer kämen, berichtete Anadolu. Man beschränke sich deshalb auf vorbeugende Impfkampagnen im Herbst und im Frühjahr.
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