Freitag, 19. Mai 2006
Perle von Mercedes-Benz: Neues Museum eröffnet
Mit dem Bau des neuen Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart hat der DaimlerChrysler-Konzern nach den Worten von Vorstandschef Dieter Zetsche "ein Bekenntnis zum Standort Deutschland" abgelegt. Über 180.000 der weltweit 380.000 Mitarbeiter seien in Deutschland beschäftigt, sagte Zetsche am Freitag bei der Eröffnung des 150 Millionen Euro teuren Baus vor den Toren des Stammwerks in Stuttgart-Untertürkheim. Jeder sechste Arbeitsplatz in Deutschland hänge direkt oder indirekt vom Automobilbau ab. Mit dem Museum werde auch das weltweite Ansehen der deutschen Autoindustrie gefördert. Das Haus präsentiert auf 16.500 Quadratmetern 160 Automodelle und gilt als größtes Automobilmuseum der Welt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in einer aus Berlin live eingespielten Grußbotschaft, DaimlerChrysler habe die Geschichte des Autos entscheidend mitgestaltet. Sie betonte die große Bedeutung der Automobilindustrie für die deutsche Wirtschaft und zeigte sich überzeugt davon, dass das neue Museum die Begeisterung der Menschen für Technik wecken werde. "Ich verspreche Ihnen, ich komme das Museum mal besuchen", sagte sie.
In dem Museum sind Fahrzeuge vom ersten Automobil der Welt über den Bus der deutschen Fußball-Weltmeister von 1974 bis zum aktuellen Formel-1-Renner zu sehen. Das spektakuläre Gebäude aus Beton und Glas, das keine einzige gerade Wand besitzt, wurde von dem niederländischen Architekten Ben van Berkel entworfen und hat bereits für viel Aufsehen gesorgt.
Zetsche rechtfertigte die Baukosten als hervorragende Investition in die Marke, die den Autobauer gravierend von den Wettbewerbern unterscheide. "Das Mercedes-Benz-Museum ist viel mehr als nur das Schaufenster unserer eigenen Historie: Es würdigt einen technischen Quantensprung, der unsere Welt wie kaum eine andere Erfindung seit dem Rad bewegt hat." Vom Personenwagen bis zum Nutzfahrzeug werde die gesamte Produktpalette von Mercedes-Benz präsentiert. Er rechne mit jährlich einer Million Besuchern. Daher sei das Museum auch ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor. Im Jahr 2007 eröffnet der sportliche Nachbar Porsche in Stuttgart ebenfalls ein neues Museum.
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