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Dienstag, 07. Juni 2005

Hort der Sünde: Pornos in Polizeibüros

Etwa jeder zehnte Thüringer Polizist soll Porno-Bilder über Dienstcomputer verschickt haben. Nach den jetzt beendeten polizeilichen Ermittlungen seien unter den 663 Verdächtigen auch zwei Beamte aus dem Innenministerium, teilte die Staatsanwaltschaft Gera am Dienstag mit. "Das sind Dinge, die grassierten, und offenbar aus Jux und Tollerei geduldet und mitgemacht wurden." Sie seien von der Schwere der Delikte am unteren Ende einzuordnen. Es seien keine Gewalt-, Tier- oder Kinderpornos verschickt worden.

Der Dateiversand hätte inzwischen den einzelnen Beamten zugeordnet werden können. Unklar sei noch, nach welchen Kriterien sie die Empfänger der Bilder ausgewählt hätten, um Ärger mit Vorgesetzten zu vermeiden. Alle Dienstränge seien betroffen, vor allem im mittleren und gehobenen Dienst.

Der Dateiversand habe im Juli vergangenen Jahres begonnen und sei "zeitnah" bemerkt worden. Die Ermittlungen hatten bei der Polizeidirektion Saalfeld begonnen. Dies müsse aber nicht automatisch bedeuten, dass die Quelle auch dort sei. In Thüringen gibt es insgesamt rund 6400 Polizisten.

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