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Mittwoch, 04. Mai 2005

Texas vs. Cheerleader: Sexy Tänze künftig verboten

Das Parlament von Texas sorgt sich um unzüchtiges Verhalten von Schülerinnen bei Sportveranstaltungen. Das Repräsentantenhaus in Austin hat einem Gesetzesentwurf zugestimmt, der so genannten Cheerleadern, die Zuschauer bei schulischen Sportveranstaltungen in den Pausen mit Tanzdarbietungen unterhalten, aufreizendes Tanzen verbietet. Bei der Abstimmung habe es zwar viel Gelächter gegeben, aber der Entwurf wurde mit 65 zu 56 Stimmen verabschiedet, schrieb die Lokalzeitung "Star Telegram" am Mittwoch. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss der Senat noch zustimmen.

"Das Gesetz würde letztlich verlangen, dass wir aufhören unsere jungen Mädchen auszubeuten", sagte der Initiator des Gesetzes, der demokratische Abgeordnete Al Edwards am Dienstag in der Debatte. Der Pastor gilt als rigoroser Kämpfer gegen den moralischen Verfall. So habe er sich schon einmal dafür eingesetzt, Drogendealern Finger abzuhacken, berichtete der "Houston Chronicle".

Kritik kam prompt von mehreren Seiten. Edwards Parteifreundin Senfronia Thompson nannte das Gesetz "peinlich und beleidigend". Will Harrel, Direktor der Amerikanischen Bürgerrechtsorganisation in Texas, sagte dem "Star Telegram": "Diese umfassende und moralisch restriktive Gesetzgebung erinnert mich an die Taliban."

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