Sonntag, 19. Februar 2006
Plädoyer für Atomkraft: Bush will neue Technologien
US-Präsident George W. Bush hat sich für eine intensivere Nutzung der Atomenergie in den USA und weltweit ausgesprochen. In seiner wöchentlichen Rundfunkansprache verwies er darauf, dass die USA nur 20 Prozent ihres Energiebedarfs mit Atomkraftwerken abdeckten. In Frankreich seien es dagegen mehr als 78 Prozent.
"Unser Plan ist es, die Nutzung sicherer und sauberer Atomenergie zu erhöhen", sagte Bush, der vor wenigen Wochen eine Reduzierung der Öl-Abhängigkeit gefordert hatte. Intensiviert werden sollen auch die Entwicklung und Nutzung neuen Technologien für die Solar- und Windenergie.
Atomkraft ermöglicht nach den Worten von Bush große Mengen billigen Stroms, "ohne die Luft zu verschmutzen oder Treibhausgase zu produzieren". Notwendig seien neue Atomkraftwerke, da seit den 70er Jahren in den USA keine neuen mehr gebaut worden seien. Die US-Regierung ermutige die Energieunternehmen zum Bau neuer Anlagen, die bis Ende des Jahrzehnts verwirklich sein sollten.
Die USA würden sich aber weltweit auch in Entwicklungsländern im Rahmen einer "nuklearen Partnerschaft" für den sicheren Ausbau der Atomkraft einsetzen.
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