Sonntag, 03. September 2006
Deutscher Nahost-Einsatz: CSU sieht größere Terrorgefahr
Ein Bundeswehreinsatz im Nahen Osten steigert nach Einschätzung des bayerischen Innenministers Günther Beckstein (CSU) die Terrorgefahr in Deutschland. "Wir geraten dadurch noch stärker in das Blickfeld der entsprechenden Fundamentalisten", sagte Beckstein der "Bild am Sonntag".
"So soll die Bundeswehr ja Waffentransporte über See für die Hisbollah unterbinden. Die Terrorgefahr in Deutschland steigt dadurch weiter. Aber dies kann und wird uns nicht abhalten, unseren internationalen Verpflichtungen nachzukommen."
Die abstrakte Gefährdungslage in Deutschland sei sehr, sehr groß, auch wenn keine akuten Anschlagspläne bekannt seien. Deutschland werde von militanten Islamisten uneingeschränkt als Teil der westlichen Welt angesehen, die diese mit allen Mitteln bekämpfen würden, sagte der Politiker weiter.
Seit den Anschlägen in den USA am 11. September 2001 habe die Unsicherheit massiv zugenommen. "Der 11. September war leider kein einmaliges Ereignis, wie die Anschläge in London, Madrid und anderenorts zeigen. Deswegen müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, um den Terroristen keine Chance zu geben", sagte Beckstein der Zeitung zufolge. Deutschland habe da ganz eindeutig noch Nachholbedarf.
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