Kölner KorruptionsaffäreErmittlungen gegen Schramma
Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) und andere Verantwortliche der Stadt wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit dem Bau von Messehallen eingeleitet.
Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) und andere Verantwortliche der Stadt wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit dem Bau von Messehallen eingeleitet.
Nach der Prüfung von mehreren Strafanzeigen gegen Schramma und entsprechenden Medienberichten bestehe die Möglichkeit, dass bei den genannten Vorgängen strafbare Handlungen begangen worden seien, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach den gesetzlichen Vorschriften sei die Staatsanwaltschaft verpflichtet, bei einem solchen Anfangsverdacht den Sachverhalt durch ein förmliches Ermittlungsverfahren aufzuklären. Es richte sich gegen Schramma und weitere noch zu ermittelnde Verantwortliche. Es gebe aber keine Anhaltspunkte, dass sich Schramma oder andere Beteiligte persönlich bereichert hätten, hob die Staatsanwaltschaft hervor.
Bei den Ermittlungen geht es um den Verdacht, dass die so genannten Nordhallen der Kölner Messe wesentlich preiswerter hätten gebaut werden können. Obwohl nachweislich mindestens ein nominell günstigeres Angebot vorlag, hatte die Oppenheim-Esch-Holding den Zuschlag für den Bau der vier Hallen und eines Kongress-Zentrums ohne Ausschreibung erhalten. Experten sehen darin einen Verstoß gegen europäisches Vergaberecht. Die Höhe der Bau- und Investitionskosten ist nicht bekannt, in Medien kursieren darüber unterschiedliche Versionen. Das Bauvolumen soll bei rund 260 Millionen Euro gelegen haben.