Montag, 14. März 2005
Nordkorea-Dynastie: Kims Sohn in Gefahr
Der älteste Sohn des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il ist nach südkoreanischen Medienberichten im vergangenen Jahr zwei Attentaten entgangen.
Die Anschläge auf Kim Jong Nam hätten in Österreich und China stattfinden sollen, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Montag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten südkoreanischen Geheimdienstler. Es seien kaum Einzelheiten bekannt. Im Dezember hatte Yonhap gemeldet, in Österreich sei ein Anschlag von Nordkoreanern geplant worden seien, die einen der anderen Söhne Kims als Nachfolger einsetzen wollten. Unter Berufung auf südkoreanische Geheimdienstkreise hieß es nun, in beiden Fällen könnten Unterstützer von Ko Yong Hi verantwortlich sein, die inzwischen verstorbene, angeblich offizielle Frau Kims.
Ein Sprecher des südkoreanischen Gemeindienstes nahm zu der Meldung nicht Stellung. Das österreichische Innenministerium bestätigte einen zweitägigen Besuch von Kims ältesten Sohn. Während dieser Zeit habe es aber keine Zwischenfälle gegeben.
Der 34-jährige Kim Jong Nam galt lange Zeit als favorisierter Nachfolger seines Vaters. Wegen seines ausschweifenden Lebensstils soll er jedoch in Ungnade gefallen sein. Beobachter des abgeschotteten kommunistischen Staates vermuten, dass Kim Yong Il jetzt seinen jüngeren Sohn Kim Yong Chul präferiert. Der Staatschef soll mindestens drei Ehefrauen haben.
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