Freitag, 28. April 2006
"Hamburgs CDU am linken Rand": Nun kommt die Kusch-Partei
Hamburgs ehemaliger Justizsenator Roger Kusch hat nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung eine neue Partei gegründet. Er empfinde "persönliche Verantwortung gegenüber denjenigen Hamburgern, die dem konservativen Teil der CDU und damit auch mir vertraut haben", begründete der ehemalige CDU-Politiker den Schritt. "Die CDU in Hamburg ist immer weiter an den linken Rand gerutscht", meinte der 51-Jährige.
Den Namen seiner Partei will Kusch am Montag bekannt geben. Sie soll sich unter anderem für die Abschaffung des Jugendstrafrechts und die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe einsetzen, sagte Kusch der Zeitung. Er selbst werde den Vorsitz der Partei übernehmen, weitere Mitstreiter werde er in den kommenden Wochen vorstellen.
Nach dem Wahlsieg der CDU 2001 in Hamburg hatte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) den Studienfreund und CDU-Politiker zum Senator berufen. Kusch hatte mehrfach mit politischen Alleingängen zu den Themen Jugendstrafrecht und Sterbehilfe für Ärger in der CDU gesorgt. Am 27. März 2006 wurde er von Beust aus dem Amt entlassen. Einen Tag später trat Kusch aus der CDU aus.
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