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HungerPro Minute sterben elf Kinder

22.11.2005, 13:50 Uhr

Hunger und Unterernährung, Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen schwächen Kleinkinder und stillende Mütter in einem Maße, dass jährlich sechs Millionen Jungen und Mädchen ihre Kindheit nicht überleben.

Pro Minute sterben weltweit elf Kinder an Hunger. Angesichts dieser Zahl hat die Welternährungsorganisation (FAO) am Dienstag an die internationale Gemeinschaft appelliert, die Landwirtschaft in armen Ländern stärker zu fördern. Ansonsten sei das Ziel, den Anteil der hungernden Menschen auf der Welt bis 2015 zu halbieren, nicht mehr zu erreichen, hieß es im Jahresbericht der UN-Organisation, der in Rom vorgestellt wurde.

Hunger und Unterernährung, Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen schwächen demnach Kleinkinder und stillende Mütter in einem Maße, dass jährlich sechs Millionen Jungen und Mädchen ihre Kindheit nicht überleben. Sie kommen bereits mit schwerwiegenden Störungen ihres Stoffwechsels zur Welt und sind dann in hohem Maße für Krankheiten wie Durchfall, Lungenentzündung, Malaria oder Masern anfällig, von denen sie bei einer besseren Ernährung geheilt werden könnten. Dem Bericht liegen Daten aus dem Jahr 2004 zugrunden, denen zufolge im Zeitraum von 2000 bis 2002 weltweit 852 Millionen Menschen unterernährt waren. Aktuelle Zahlen erwartet die FAO für ihren nächsten Jahresbericht.

Wenn die Welt ihren Kampf gegen den Hunger nicht beschleunige, würden demnach die für 2015 gefassten Millenniumsziele weder in Asien noch Afrika erreicht. "Nur Südamerika und die Karibik werden das Ziel schaffen", stellte FAO-Generaldirektor Jacques Diouf im Vorwort zu dem Bericht fest. Das ehrgeizigere Ziel, nicht nur den Anteil an der Weltbevölkerung, sondern auch die Zahl der Hungernden zu halbieren, rücke zugleich in weite Ferne. Der UN-Weltgipfel im September hatte diese Vorgabe bei der Überprüfung der Fortschritte auf dem Weg zu den fünf Jahre zuvor formulierten Millenniumszielen formuliert.