Flaggschiff für IsraelU-Boot-Deal perfekt
Die israelische Marine bekommt zwei neue U-Boote aus Deutschland. An den Kosten von einer Milliarde Euro werde sich Berlin zu einem Drittel beteiligen, berichten "Der Spiegel" und "Focus" übereinstimmend.
Die israelische Marine bekommt zwei neue U-Boote aus Deutschland. An den Kosten von einer Milliarde Euro werde sich Berlin zu einem Drittel beteiligen, berichten "Der Spiegel" und "Focus" übereinstimmend. Die scheidende rot-grüne Regierung sei in Abstimmung mit der designierten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einem lang geäußerten Wunsch der Regierung in Jerusalem nachgekommen. Der Handel sei bislang an den Kosten gescheitert.
Im Bundessicherheitsrat, einem geheim tagenden Kabinettsausschuss, habe diesmal auch der grüne Außenminister Joschka Fischer zugestimmt, schreibt der "Spiegel". Fischer wolle den Vertrag am Montag aber nicht selbst unterschreiben, sondern schicke einen Staatssekretär. Ein Sprecher des Bundespresseamtes sagte am Samstag auf Anfrage zu den Berichten, die Bundesregierung nehme zu Angelegenheiten des Bundessicherheitsrates keine Stellung.
Israel hat bereits drei in Deutschland gebaute U-Boote der "Dolphin"-Klasse im Einsatz. Sie wurden nach dem ersten Golfkrieg der USA gegen den Irak 1999 und 2000 geliefert. Vermutungen, dass sie auch Nuklearraketen abfeuern können, blieben bislang unbestätigt, berichten die Magazine. Die neuen Boote von ThyssenKrupp Marine Systems erhalten danach modernsten Brennstoffzellen-Antrieb, mit dem sie länger als mit Dieselmotoren unter Wasser operieren können.