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Knapp an einer peinlichen Niederlage vorbeigeschrammt: Romney gewinnt in seiner Heimat Michigan.
Knapp an einer peinlichen Niederlage vorbeigeschrammt: Romney gewinnt in seiner Heimat Michigan.(Foto: REUTERS)

Heimsieg ohne Glanz: Romney gewinnt wieder

von Sebastian Schöbel

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Multimillionär Mitt Romney hat im Kampf um die US-Präsidentschaftskandidatur einen wichtigen Doppelsieg errungen. Der 64-Jährige gewinnt in seinem Heimatstaat Michigan nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen den ultrakonservativen Ex-Senator Rick Santorum. Auch in Arizona konnte sich der Spitzenreiter durchsetzen.

In Michigan kommt Romney auf rund 41 Prozent der Stimmen. Santorum, der noch vor wenigen Tagen in Umfragen knapp vor Romney gelegen hatte, gewinnt rund 37 Prozent der Stimmen. Der Libertäre Ron Paul kommt mit 12 Prozent der Stimmen auf Platz 3, gefolgt von Newt Gingrich mit 7 Prozent.

Die Verteilung der 30 Delegierten aus Michigan für den Nominierungsparteitag der Republikaner erfolgt proportional zum Wahlergebnis. Hier könnte Santorum noch eine Überraschung gelingen: Da er insgesamt mehr Wahlbezirke gewonnen hat, könnte er trotz Niederlage mehr Delegierte zugesprochen bekommen als Romney. Santorum war vor allem in den ländlichen Regionen Michigans stark, Romney hingegen in den Großstädten.

Schwerer als erwartet

Michigan war für Romney eine der wichtigsten Prüfungen des bisherigen Rennens. Weil er hier aufgewachsen ist, und weil sein Vater in Michigan einst Gouverneur war, galt der Staat lange als sichere Bank für Romney. Doch sein Vorsprung in den Umfragen schmolz in den vergangenen Wochen kontinuierlich, bis kurzzeitig Herausforderer Santorum sogar vor ihm lag.

Den Sieg konnte sich Romney nur mit sehr viel Aufwand sichern: Rund drei Millionen US-Dollar für Werbung und jede Menge Wahlkampfauftritte waren nötig, um Michigan zu gewinnen - Geld und Zeit, die Romney lieber anderswo eingesetzt hätte. Denn am 6. März stehen mit dem "Super Tuesday" bereits die nächsten Vorwahlen in insgesamt zehn Bundesstaaten an.

In Arizona ist Romneys Sieg hingegen sehr viel deutlicher. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts gewinnt hier rund 48 Prozent der Stimmen, Santorum nur knapp 26 Prozent. Die 29 Delegierten von Arizona gehen allesamt an Romney, da der Bundestaat nur den Sieger der Vorwahl belohnt.

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Quelle: n-tv.de