"Bin Laden lebt unbehelligt"Vorwurf an Pakistan
Afghanistans Außenminister Spanta wirft Pakistan vor, nicht genug zu tun, um Al-Kaida-Chef bin Laden zu fangen und vor Gericht zu stellen.
Der afghanische Außenminister Rangin Dadfar Spanta hat Pakistan vorgeworfen, Al-Kaida-Chef Osama bin Laden nur halbherzig zu verfolgen. "Nach allem was wir wissen, lebt er tatsächlich in Pakistan nahe der afghanischen Grenze", sagte Spanta in einem Interview der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. Die pakistanischen Behörden könnten den Moslem-Extremisten sicherlich fangen und vor Gericht stellen. "Doch die Versuche dies zu tun, sind nach unserer Kenntnis immer halbherzig gewesen", sagte der Minister.
Erst kürzlich warf ein US-Regierungsvertreter Pakistan vor, nicht genug im Kampf gegen den Terrorismus zu tun. Nicht nur Bin Laden, sondern auch mit Al-Kaida verbündete Taliban-Kämpfer hätten Unterschlupf in Pakistan gefunden. Pakistan gehört im Kampf gegen den Terrorismus zu den engsten Verbündeten der USA. Afghanische Regierungsvertreter haben wiederholt kritisiert, dass sich Aufständische im Nachbarland sammeln und ihre Einsätze von dort aus organisieren könnten. Pakistan hat die Vorwürfe zurückgewiesen.