Sonntag, 22. Juli 2001
Sommerzeit: Was haben Hundstage mit Hunden zu tun?
Mit den Hundstagen, die jedes Jahr in der Zeit zwischen dem 23. Juli und dem 23. August liegen, meinen die Meteorologen die Hochsommerperiode mit den - an sich - heißesten und sonnigsten Tagen des Jahres. Nach alter Bauernregel versprechen die Hundstage drückendes und schwüles Wetter.
Mit Hunden haben die Hundstage aber nichts zu tun. Die Hochsommerzeit ist nach dem Stern Sirius benannt, der zu deutsch Hundsstern heißt und zwischen Ende Juli und Ende August der Sonne am nächsten steht. Achteinhalb Lichtjahre von der Erde entfernt, ist der Sirius der hellste Himmelskörper im Sternbild des Großen Hundes.
Die alten Ägypter, Griechen, Römer und auch die Germanen sahen mit Beginn der Hundstage jedes Mal Gefahr im Verzug. In Ägypten trat um diese Jahreszeit regelmäßig der Nil über seine Ufer. Die Griechen fürchteten Gallenkrankheiten und bei den Römern galten die Hundstage wegen der Hitze und Trockenheit als sehr gefährlich. Die Germanen gingen nicht mehr im Freien baden, weil sie das Wasser für giftig hielten.
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