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Von Afrika bis AfghanistanBundeswehr im Ausland

15.08.2006, 16:53 Uhr

Rund 7700 Bundeswehrsoldaten sind derzeit in Krisengebieten von Afrika bis Afghanistan im Einsatz. Nun könnten im Rahmen einer UN-Friedenstruppe im Libanon weitere Soldaten hinzu kommen.

Rund 7.700 Bundeswehrsoldaten sind derzeit in Krisengebieten von Afrika bis Afghanistan im Einsatz. Nun könnten im Rahmen einer UN-Friedenstruppe im Libanon weitere Soldaten hinzukommen. Die Einsätze:

AFGHANISTAN: In der 10.000 Soldaten starken Internationalen Schutztruppe (ISAF) stellt Deutschland mit rund 2.800 Mann das größte Kontingent. Die unter dem Dach der NATO operierende und mit einem UN-Mandat ausgestattete ISAF soll für die Stabilisierung des Landes und der Regierung von Präsident Hamid Karsai sorgen. Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2002 an der Mission. Das Bundestagsmandat lässt die Entsendung von bis zu 3.000 Soldaten zu. In Afghanistan kann sich die Bundeswehr ferner an der US-geführten Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" (OEF) mit bis zu 100 Soldaten des "Kommandos Spezialkräfte" beteiligen. Zum Schutz der Elitesoldaten macht die Regierung keine Angaben zu deren Einsätzen.

KOSOVO: Im Kosovo stellt Deutschland rund 2.900 Soldaten der 17.000 Mann starken, von der NATO geführten KFOR-Truppe. Laut Bundestagsmandat, das seit Einsatzbeginn 1999 fortgeschrieben wurde, können bis zu 8.500 Soldaten ins Kosovo geschickt werden.

KONGO: Mit rund 780 Soldaten unterstützt die Bundeswehr im Rahmen einer EU-Mission im Kongo die Abwicklung der im Juli durchgeführten ersten freien Wahlen seit langer Zeit.

BOSNIEN UND HERZEGOWINA: Die Bundeswehr unterstützt hier mit 870 Soldaten die 7.000 Soldaten umfassende militärische Operation der Europäischen Union (EUFOR).

OST-AFRIKA: Derzeit sind am Horn von Afrika rund 260 Soldaten für den Anti-Terror-Kampf abgestellt. Das Bundestagsmandat für OEF wird bei weitem nicht ausgeschöpft. Die Obergrenze liegt bei 2800 Soldaten. Insgesamt beteiligen sich 17.000 US-Soldaten und 2.000 Soldaten anderer Nationen an der Bekämpfung des internationalen Terrorismus.

SUDAN: Im Rahmen der rund 8400 Mann starken Mission der Vereinten Nationen (UNMIS) sind 36 deutsche Soldaten im Süd-Sudan stationiert. Ein Soldat ist für die Friedensmission "AMIS" der Afrikanischen Union (AU) in der westsudanesischen Krisenregion Darfur abgestellt. Laut Mandat können dort bis zu 200 Soldaten vor allem Transporthilfe leisten. In der Krisenregion selbst werden keine deutschen Soldaten eingesetzt. Die AU ist allein nicht zum Transport ihrer Truppen fähig.

GEORGIEN: An der Beobachtungsmission UNOMIG nehmen 12 Bundeswehrsoldaten teil. Insgesamt sollen 132 UNOMIG-Soldaten zur Entschärfung des Konflikts zwischen den Georgiern und den Abchasen beitragen.

ÄTHIOPIEN: An der UN-Mission UNMEE nehmen 2 Bundeswehrsoldaten teil. Sie überwachen den im "Abkommen von Algier" ausgehandelten Waffenstillstand zwischen Äthiopien und Eritrea.

MITTELMEER: Im Mittelmeerraum beteiligt sich die Bundeswehr mit 23 Soldaten an der NATO-Operation "Active Endeavour" zur Sicherung der Seewege.