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HintergrundDie Kampfparteien

26.07.2006, 22:54 Uhr

Im derzeitigen Nahost-Krieg kämpft Israel gegen die Hisbollah. Die libanesische Armee hält sich bislang aus dem Konflikt heraus.

von Ulrich W. Sahm

Die israelische Armee ist mit etwa 168.000 Soldaten in allen Waffengattungen die stärkste Militärmacht des Nahen Ostens. Gleichwohl zählt Israel weniger Männer und Frauen unter Waffen als zum Beispiel die USA in Irak, wo es angeblich um die 180.000 amerikanische Soldaten gibt.

Die libanesische Armee zählt je nach Quelle 70.000 oder 80.000 Mann. Sie ist also, gemessen an der Mannschaftszahl, immerhin knapp halb so groß wie die israelische Armee. Im Jahr 2006 verfügte sie über elf mechanisierte Infanteriebrigaden (in Deutschland nannte man das auch "Berittene"), eine Präsidentengarde, ein Kommando-Regiment fünf Sondereinheiten, einer Luftwaffe und Artillerie-Regimenten. Ihre modernen Waffen wurden aus Frankreich geliefert.

Die Hisbollah zählt zwischen 2.500 und 3.500 Mann, und ist stark abhängig von "Halbzeit-Kämpfern". Die Hisbollah-Miliz gilt als bestens trainiert und vorzüglich ausgebildete Kampftruppe. Der Kern der Hisbollah besteht angeblich nur aus 300 Guerillas. Die Zahl der Kämpfer wurde in den letzten Jahren reduziert, um Geheimnisverrat zu erschweren. Die Hisbollah wird jährlich - so die Quellen - mit 100 Millionen Dollar pro Jahr von Iran finanziert. Ihre Waffen, darunter etwa 12.000 Kurz- und Mittelstreckenraketen aber auch modernste Anti-Panzer-Waffen, werden von Iran und Syrien angeliefert. Angeblich halten sich bis heute über hundert iranische Ausbilder im Libanon auf, um an der Seite der Hisbollah zu stehen.