StichwortDie Waffen-SS
Durch die Geschichte der Waffen-SS zieht sich eine blutige Spur von Verbrechen. Bei den Nürnberger Prozessen von 1945 bis 1949 wurde die Waffen-SS als verbrecherische Organisation eingestuft.
Durch die Geschichte der Waffen-SS zieht sich eine blutige Spur von Verbrechen. Bei den Nürnberger Prozessen von 1945 bis 1949 wurde die Waffen-SS als verbrecherische Organisation eingestuft.
Die Waffen-SS war eine armeeähnliche Organisation der SS. Hervorgegangen ist sie aus der Stabswache Berlin. Am 14. Dezember 1934 wurden auf Befehl des "Reichsführers SS" Heinrich Himmler die Politischen Bereitschaften der SS mit der "Leibstandarte Adolf Hitler" zur SS-Verfügungstruppe zusammengelegt. Die Bezeichnung Waffen-SS führte Himmler im Oktober 1939 ein. 1938 hatte der Verband erst 7.000 Mitglieder. Zum Kriegsende wurde aus dem Eliteverband eine eher zusammen gewürfelte Truppe von 900.000 Mann.
Der Soldat der Waffen-SS sollte nach der Nazi-Ideologie ein fanatischer Träger der nationalsozialistischen Weltanschauung sein. Ihr Leitspruch hieß: "Unsere Ehre heißt Treue." Der Freiwillige der Waffen-SS war ein "politischer Soldat". Mit der sich für Deutschland 1943/44 verschärfenden Kriegslage rückte Himmler von seinen Elitevorstellungen ab. Es wurden auch nicht SS-taugliche Freiwillige aufgenommen.
Die Waffen-SS zeichnete sich durch ein rücksichtsloses Vorgehen aus. Laut Enzyklopädie des Nationalsozialismus fielen ihre Einheiten auf fast allen Kriegsschauplätzen durch exzessive Härte bis hin zu Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung auf. Einheiten der Waffen-SS bewachten Konzentrationslager, Ärzte der Waffen-SS begingen Menschenversuche.