Donnerstag, 13. Juli 2006
"Choff Jaffeh": Israels Hafenstadt Haifa
Die israelische Hafenstadt Haifa erstreckt sich von den grünbewaldeten Hügeln des Karmel-Gebirges bis zum Mittelmeer. Nach Tel Aviv und Jerusalem ist Haifa die drittgrößte Stadt Israels. Die mehr als 250000 Einwohner gehören fünf verschiedenen Religionen (Juden, Christen, Muslime, Drusen und Bahais) an und leben in Harmonie zusammen. Es wird vermutet, dass sich der Name Haifa von dem hebräischen Ausdruck "Choff Jaffeh" ableitet, was so viel wie "schöne Küste" bedeutet. Haifa gilt als eine der schönsten Städte der Region.
Die Geschichte Haifas lässt sich bis ins 14. Jahrhundert v.Chr. zurückverfolgen. Im späten 19. Jahrhundert erlebte die Stadt mit der Rückkehr der Juden ins Heilige Land eine stetige Aufwärtsentwicklung. Zwischen 1870 und 1905 dehnte sich Haifa weiter aus und wurde zum Knotenpunkt für die Bahnlinien nach Damaskus im Osten und nach Kairo im Süden. In dieser Zeit ließen sich auch viele deutsche Siedler der christlichen Templergesellschaft in Haifa nieder. In den 1930er Jahren entwickelte sich Haifa zum wirtschaftlichen Zentrum Palästinas, das damals britisches Mandatsgebiet war, und zog viele der zur Flucht gezwungenen europäischen Juden an. Nach der Auflösung der Sowjetunion integrierte die wichtigste Hafenstadt Israels rund 40.000 russische Einwanderer.
Partnerstadt von Haifa ist die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz. In Haifa gibt es eine "Mainz-Bibliothek", das Jugendbegegnungszentrum "Bet Magenza" sowie ein Altenheim, das den Namen des ehemaligen Mainzer Oberbürgermeisters Jockel Fuchs trägt.
