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Dossier

Montag, 29. Oktober 2007

Nicht unumstritten: L'Arche de Zo

Gründer der Organisation Arche de Zo ist Eric Breteau, freiwilliger Feuerwehrmann und Präsident der französischen Geländewagen-Vereinigung. Breteau gründete "Arche de Zo" Ende 2004 nach dem Tsunami in Südostasien. Die Organisation schaffte nach eigenen Angaben etwa 30 Tonnen Hilfsgüter in die Region und gründete vier Flüchtlingslager in der Nähe von Banda Aceh. Ein indonesisches Mädchen namens Zo wurde Namensgeberin der Organisation. Im Französischen ist der Name ein Wortspiel mit der Arche Noah (Arche de No).

Im vergangenen April verkündete Arche de Zo, dass die Organisation "10.000 Waisenkinder aus Darfur" nach Europa und in die USA bringen wolle. Interessierte Gastfamilien sollten sich melden. Das Projekt sprach sich schnell bei adoptionswilligen Paaren herum. Während anfangs die Möglichkeit einer Adoption in Aussicht gestellt wurde, war später nur noch von einem Gastaufenthalt die Rede. Auf mehreren Vorbereitungstreffen wurde über Kosten und Risiken gesprochen. Jede Familie sollte im Schnitt 2.400 Euro zahlen. Bei den französischen Behörden stieß Breteau auf scharfe Kritik. Seit Juli ermittelte die Justiz.

Dessen ungeachtet setzte Breteau die Vorbereitungen fort. Die Organisation ließ sich unter dem englischen Namen Children Rescue im Tschad registrieren. Sie gab an, sich im Tschad um Flüchtlingskinder kümmern zu wollen. Das französische Militär im Tschad kannte die Organisation und half deren Mitarbeitern mit Wasser und Flugbenzin aus. Am Donnerstag wollte Arche de Zo 103 Kinder aus dem Tschad ausfliegen. Bislang ist ungeklärt, ob und wie viele von ihnen aus der sudanesischen Region Darfur stammen und tatsächlich Waisen sind.

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