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Dossier

Mittwoch, 31. Mai 2006

Stichwort: Pädophilie

Pädophile sind Erwachsene, die sich sexuell zu Kindern des eigenen oder anderen Geschlechts hingezogen fühlen und sie im Extremfall missbrauchen. Alarmiert von Fällen in der Kirche, hat Papst Johannes Paul II. solchen Missbrauch als "entsetzliche Sünde" verurteilt. Auch die weltliche Gesellschaft ächtet sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern.

Das deutsche Strafrecht droht Kinderschändern bis zu zehn Jahre Haft an. Die Kriminalstatistik des Jahres 2001 weist mehr als 15.000 Fälle von Kindesmissbrauch aus. Dabei ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

Viele Pädophile haben nur an Mädchen Interesse, die so genannten Päderasten nur an Jungen, andere machen keinen Unterschied. Eine Bedrohung für Jungen wie Mädchen ist die Kinderpornographie. Die Darbietungen auf Videos und im Internet bedienen in Deutschland einen Markt von zig-tausend Interessenten.

Bei Frauen kommt Pädophilie sehr selten vor. Nach Ansicht von Experten geht es pädophilen Tätern in vielen Fällen weniger um die eigentliche sexuelle Handlung, als um Gefühle von Macht und Überlegenheit. So wird ein geringes Selbstwertgefühl kompensiert. Etliche Männer wenden sich ersatzweise Kindern zu, weil sie Frustrationen bei Kontakten zu erwachsenen Partnerinnen scheuen.

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