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HintergrundStreubomben

05.12.2007, 17:26 Uhr

Streubomben sind ein tägliches Risiko für viele Millionen Menschen. Bisher sollen mehr als 100.000 Menschen durch die Sprengsätze getötet oder schwer verletzt worden sein.

Streubomben sind ein tägliches Risiko für viele Millionen Menschen. Bisher sollen mehr als 100.000 Menschen durch die Sprengsätze getötet oder schwer verletzt worden sein, schätzt die die Menschenrechtsorganisation Handicap International. Ein völkerrechtliches Verbot der sogenannten Cluster Bombs kam trotz jahrzehntelanger Verhandlungen nicht zustande.

Nicht explodierte Bomben und Granaten bergen auch Jahre nach einem Krieg Gefahren. Bei Berührung können diese Blindgänger hochgehen und darin gebündelte kleine Sprengkörper freisetzen. Streubomben töten und verletzen die Menschen nicht nur. Verminte Äcker und Straßen hindern sie auch daran, nach einem Krieg ein neues Leben aufzubauen. Insgesamt sind nach Angaben des Bündnisses gegen Streubomben (CMC) mehr als 30 Länder und Regionen betroffen. Besonders schlimm ist die Lage im Irak, in Afghanistan, Kambodscha, im Libanon und in Europa in Serbien (einschließlich Kosovo), Bosnien sowie Kroatien.

CMC nennt 13 Länder, die trotz aller Risiken immer noch Streubomben einsetzen oder besitzen. Darunter sind die USA, Russland und Israel. Deutschland hat 2006 auf die Neubeschaffung von Streumunition verzichtet. Die Liste der Hersteller umfasst 32 Länder. Die größten sind die USA, Russland und China. Deutschland gehört zu den wichtigen Produzenten solcher Waffen.