Dienstag, 17. Juli 2007
Bulgaren in LIbyen: Suche nach einem besseren Leben
Anstellungen für Ärzte und Krankenschwestern in Libyen waren in den Jahren des Kommunismus bei den Bulgaren sehr beliebt. In dem arabischen Land konnten sie bedeutend mehr verdienen als in ihrer Heimat.
Zudem genossen sie durch die Beschäftigung in Libyen Reisemöglichkeiten außerhalb des Ostblocks. Aus diesen Gründen nahmen damals mehrere zehntausend Bulgaren gern eine Beschäftigung als Mediziner, Ingenieure und andere Fachkräfte in Libyen an.
Auch nach der politischen Wende in dem Balkanland blieb die Beschäftigung in Libyen weiterhin attraktiv. Wegen der schlechten Bezahlung in dem maroden staatlichen Gesundheitswesen entschieden sich auch in den 90er Jahren viele bulgarische Krankenschwestern und Ärzte für die besser bezahlte Tätigkeit in Libyen. Selbst nach den Todesurteilen gegen die fünf Krankenschwestern in einem umstrittenen Prozess arbeiteten in dem arabischen Land schätzungsweise mehrere hundert bulgarischer Mediziner weiter.
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