Weltjugendtag in KölnTerrorangst blockiert die Stadt
Der Weltjugendtag in Köln wird ein logistisches Mammutereignis. Nach den Anschlägen von London wird befürchtet, dass die Domstadt Ziel eines Anschlags islamistischer Terroristen werden könnte.
Der Weltjugendtag in Köln wird ein logistisches Mammutereignis. Nach den Anschlägen von London wird befürchtet, dass die Domstadt Ziel eines Anschlags islamistischer Terroristen werden könnte.
Die Sicherheitsvorkehrungen verlangen den Kölnern einiges ab. Drei Brücken werden für den Autoverkehr gesperrt, außerdem zwei Eisenbahnbrücken sowie der gesamte Bereich um den zentral gelegenen Hauptbahnhof. Eine Autobahn dient als Busparkplatz. Am Donnerstag (18. August), wenn der Papst nach Köln kommt, werden nahezu alle Rheinbrücken gesperrt sein - auch für Fußgänger und Radfahrer.
Täglich sind 4.000 Polizisten im Einsatz. An den Eingängen zu großen Veranstaltungen werden an den Eingängen stichprobenweise Sicherheitskontrollen durchgeführt. Gullydeckel wurden verschweißt, über dem Marienfeld herrscht ein Flugverbot, dazu ein eingeschränktes über der Stadt Köln. Die Luftwaffe steht mit Abfangjägern bereit. Bevor Benedikt XVI. eine Rheinfahrt unternimmt, wird der Fluss von Tauchern abgesucht.
In Köln schwankt man zwischen Gelassenheit und Wut. "Am Rosenmontag sind immer mehr als eine Million Jecke in Köln und haben Spaß, warum sollte das beim Weltjugendtag anders sein?", fragt eine Karnevalistin. Ein Unternehmer dagegen zeigt sich "absolut angewidert angesichts dieser übertriebenen Sicherheitshysterie, die einem das Leben in der eigenen Stadt zeitweise verleidet und obendrein eine Unsumme kostet".